Brückenfest

Letmather Brückenfest wirft seine Schatten voraus

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Christoph Panne und Paul Nowak (re.) von der Werbegemeinschaft Letmathe freuen sich schon aufs diesjährige Brückenfest.

Christoph Panne und Paul Nowak (re.) von der Werbegemeinschaft Letmathe freuen sich schon aufs diesjährige Brückenfest.

Foto: Stephan Faber / IKZ

Letmathe.  Der Countdown läuft: In zwei Wochen startet das 19. Brückenfest in Letmathe. Zwar mit abgespecktem Programm, aber dennoch überaus attraktiv.

Mitte Mai formierte sich der Vorstand der Werbegemeinschaft Letmathe komplett neu. Der neue Vorsitzende Paul Nowak sorgte mit seiner überaus positiven Art für eine Aufbruchstimmung und kündigte schon am Abend seiner Wahl an, dass es Anfang September auf jeden Fall wieder ein Brückenfest geben werde. Ein ambitionierter Plan, der aufgegangen ist: Die Planungen für das Brückenfest vom 2. bis 4. September in einer abgespeckten Form sind so gut wie abgeschlossen, das Programm steht. „Es ist beachtlich, was wir in so kurzer Zeit aus dem Boden gestampft haben“, sagt Vorstandsmitglied Christoph Panne und ergänzt: „Man möge uns aber trotzdem nachsehen, wenn bei dieser Großveranstaltung nicht alles so glatt verläuft.“

Aber auch in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit haben sich die Organisatoren viele Gedanken über ein neues Konzept des Brückenfestes gemacht, das zum Teil bereits im September umgesetzt werden soll. „Wir werden definitiv nicht nur in diesem Jahr auf die Hubschrauber-Rundflüge verzichten“, sagt Paul Nowak, „das passt auch angesichts des hohen Spritverbrauchs nicht mehr in unsere Zeit.“ Außerdem habe das Interesse an dieser Attraktion, die viele Jahre ein fester Bestandteil des Brückenfestes war, in den Jahren vor Corona erheblich nachgelassen. Genauso steht es mit dem Bungee Jumping. „Da gab es zuletzt wenig Zuspruch“, ergänzt Panne, „den Platz können wir anders nutzen.“

Ruhezone mit Musik und Köstlichkeiten am Lennedamm

Die große Bühne wird weiterhin auf dem Letnetti-Platz stehen und an allen drei Tagen ein buntes Musikprogramm bis 24 Uhr bieten. Eine zweite, kleinere Bühne mit Lounge-Charakter wird am Lennedamm aufgebaut. „Hier werden bei leiser Musik Wein, Sekt, Cocktails, Käse und andere Leckereien angeboten“, berichtet Paul Nowak, „so dass man genießen und sich gleichzeitig unterhalten kann.“ Eine solche „Ruhezone mit Versorgung“ wie Christoph Panne es nannte, wurde bereits in den beiden Vor-Coronajahren angeboten und kam gut an.

„Die Party tobt auf dem Platz“, berichtet Christoph Panne, „und bei der Bandauswahl haben wir uns bemüht, so lokal wie möglich zu sein.“ Direkt nach der Eröffnung am Freitag werden „The Billboard Riders“, eine Combo aus Alt-Letmathern und Alt-Iserlohn, den Festreigen eröffnen. Im Anschluss gibt es ein Heimspiel für „Halber Liter“: Die Coverband aus Letmathe will ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum auf dem Brückenfest feiern. Der Headliner am Samstag, so verrät Christoph Panne, wird „Soundpark“ aus Hagen sein, die Songs aus den Top 40 covert. Am Sonntag wird es unter anderem ein großes Platzkonzert der Iserlohner Stadtmusikanten auf der Bühne geben.

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Autoliebhaber werden in diesem Jahr ein wenig enttäuscht sein, denn der traditionelle Autosalon wird nicht stattfinden. „In der Kürze der Zeit war dieser nicht zu organisieren“, sagt Christoph Panne, „außerdem haben die Autohändler zurzeit kaum Autos auf dem Hof, die sie präsentieren könnten.“ Im kommenden Jahr sollen aber wieder die neuesten Fahrzeuge auf der Hagener Straße zu bestaunen sein.

„Der Sonntag ist Familientag“, sagt Paul Nowak, „das komplette Programm ist danach ausgerichtet.“ Während Clown Ati Atze auf der Bühne und in der City vor allem die kleinen Besucher unterhält, wird es an der Lenne erstmalig zu einem großen Entenrennen kommen, bei dem es attraktive Preise zu gewinnen gibt. „1000 Enten werden an der ersten Lennebrücke zu Wasser gelassen. Das Ziel ist unter der dritten Brücke, am R-Café“, so der Werbegemeinschaftsvorsitzende. Für einen reibungslosen und vor allem regelkonformen Ablauf sorgen die Sportler des Kanu-Clubs Hohenlimburg und die Feuerwehr, die eine Ölsperre sozusagen als Zielband aufstellen wird. Die Enten können Interessierte an einem Stand auf dem Brückenfest erwerben. „Ich mache mir nur angesichts der Trockenheit Sorgen, ob die Lenne überhaupt Wasser führt“, sagt Paul Nowak mit einem Augenzwinkern.

Wasserspiele, Feuerwerk und illuminierte Brücken

Kein Fest ohne kulinarische Köstlichkeiten: Von der Currywurst und Pulled Pork über Käsespätzle bis hin zum Kaiserschmarrn werden die beteiligten Gastronomiebetriebe ihre Gäste verwöhnen. Die Stände werden jedoch nicht auf der Brücke zu finden sein. Panne: „Auf der Brücke werden wir Festzeltgarnituren und Stehtische und lediglich einen Bierstand aufbauen.“ Bei einem kühlen Getränk und einem leckeren Essen können sich dann die Besucher die Wasserspiele des THW, die illuminierten Brücken und am Samstag gegen 22 Uhr das große Feuerwerk anschauen.

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Den beliebten Trödelmarkt auf dem Lennedamm wird es auch in diesem Jahr, am Samstag und am Sonntag jeweils in der Zeit von 11 bis 18 Uhr, geben. Weitere Infos und auch die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter www.gs-maerkte.de. Die Kirmes findet übrigens auch wieder statt, in gewohnter Form vor dem Bahnhof.

Die Einzelhändler in der Letmather Innenstadt laden am Sonntag zum Shoppen ein. Die Geschäfte dürfen von 13 bis 18 Uhr öffnen. „Rund 80 Prozent der Geschäfte war am Kiliankirmes-Sonntag geöffnet und die Händler waren begeistert“, berichtet Paul Nowak, „sogar Filialisten wie dm oder Woolworth.“ So soll es am 4. September auch wieder sein.

Aufgrund des Brückenfestes wird es zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen: Der Lennedamm wird aber nicht wie in den Jahren vor Corona am Kreisel gesperrt, sondern erst ab der Straße „Fingerhutsmühle“. Dadurch können die neu errichteten Parkplätze genutzt werden und die Anwohner der Fingerhutsmühle kommen problemlos zu ihren Häusern.

Organisatoren mit viel Leidenschaft für Letmathe

Paul Nowak, der seit vier Jahren den Edeka an der Hagener Straße betreibt, ist nicht in Letmathe geboren und lebt auch nicht in Iserlohns größtem Stadtteil. Das ist aber auch der einzige Unterschied zu seinen Vorgängern. Der Lebensmittelhändler schwärmt leidenschaftlich von „seinem“ Letmathe und hat mit seiner Energie auch schon den gesamten neuformierten Vorstand angesteckt. „Man kann hier in Letmathe viel bewegen“, ist der Wetteraner Paul Nowak überzeugt. Für Letmathe verzichtet er sogar auf seinen heiß geliebten BVB, der am Brückenfest-Freitag im Westfalenstadion gegen Hoffenheim antreten muss. „Ich werde nicht im Stadion, aber mit dem Smartphone immer auf dem aktuellen Stand sein.“

Der Blick der gesamten Werbegemeinschaft geht aber auch schon ins kommende Jahr: Denn das 20. Brückenfest soll gediegener und noch schöner gefeiert werden.

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