Baustelle

Meilenstein am „R-Café“ gesetzt

Präzisionsarbeit wurde am Dienstag auf der R-Café-Baustelle geleistet.

Präzisionsarbeit wurde am Dienstag auf der R-Café-Baustelle geleistet.

Foto: Oliver Bergmann

Letmathe.   Auf Letmathes spektakulärster Baustelle wird Millimeterarbeit geleistet.

Der Kranführer, die Kraftfahrer, die Ingenieure und Arbeiter – alle, die in irgendeiner Form Hand an die Café-Baustelle am Lenneufer Hand angelegt haben, haben ganze Arbeit geleistet. Am Dienstag vollzogen sie mit der Verlegung von sechs sogenannten Stahlbetonbindern weitere aufsehenerregende Arbeitsschritte.

Schwerstarbeit an der Lennepromenade

Das neue Café an der Lenne in Letmathe wächst: Am Dienstag wurden sogenannte Stahlbetonbinder mit schweren Sattelschleppern angeliefert und von einem riesigen Kran auf die Brückenkonstruktion am Fluss gesetzt.
Schwerstarbeit an der Lennepromenade

Sechs Schwertransporter machten sich bereits am Montagabend von Bielefeld aus auf den Weg, wo die sechs rund 45 Tonnen schweren Teile auch hergestellt wurden. Die Fahrt dauerte etwa zwei Stunden, die Nacht verbrachten die Fahrer in ihren Lkw. Um kurz nach 5 Uhr am Dienstagmorgen erwachte die Baustelle wieder zum Leben. „Eigentlich wollten wir gegen 6 Uhr anfangen, aber um mehr Licht zu haben, warten wir noch bis 7 Uhr“, erklärte Klaus Franksmann, Projektleiter des Ingenieurbüros Hellmann, vor Ort. In seiner Funktion betreute Franksmann bereits den Bau der Lennepromenade, genauso wie demnächst den Bau der Stadtspange West.

Investor Christoph Wefers überzeugt sich vor Ort

Der verspätete Beginn soll aber noch einen weiteren Grund gehabt haben: Investor Christoph Wefers, Geschäftsführer der Extrablatt-Kette, wollte das Spektakel genauso wenig verpassen wie zahlreiche interessierte Bürger vom Kleinkind im Kinderwagen bis zum Ruheständler. Einmal pro Woche schaue er durchaus am Lennedamm vorbei, sagte Wefers gegenüber der Heimatzeitung. „Jetzt werden die großen Teile verlegt, die Straße ist gesperrt – das schaut man sich natürlich an.“ Und wer wüsste besser als er, wann das Café denn nun eröffnet? Im Frühjahr, im Zeitraum April/Mai soll es soweit sein. „Aber wir müssen uns sputen, wenn das tatsächlich klappen soll.“

Am Dienstag lief alles weitgehend problemlos. Na gut, eigentlich sollte der letzte Binder bis Mittag an seine Position gesetzt sein, was erst 45 Minuten später der Fall war, aber das kann den Männern vor Ort nicht zur Last gelegt werden. Bauleiter Peter Huth erklärte, dass die sogenannten Anschlagösen des zweiten Binders nicht exakt mittig positioniert wurden. Dadurch passten Binder und Säule nicht auf Anhieb aufeinander. Das Problem bekamen die Bauarbeiter aber in den Griff. „Hätten die Ösen mehrere Zentimeter daneben gelegen, hätten wir den Binder überhaupt nicht einbauen können.“

Das „R-Café“ wird einzigartig in Deutschland

Auch für Huth ist das Projekt etwas besonderes. „Wir bauen hier Deutschlands einziges Café, das so weit über das Ufer hinausragt.“ Klaus Franksmann machte aus seiner Begeisterung für das Café ebenfalls kein Geheimnis – er lüftete sogar eins: „Ich wusste von Anfang an, dass die Promenade noch ein gastronomisches Angebot erhalten sollte. Und ich hatte mitbekommen, dass die Stadt Iserlohn Gespräche mit potenziellen Betreibern geführt hatte, die aber nicht von Erfolg gekrönt waren. Also habe ich meinen Freund Jirka Janousek gefragt.“

Der gebürtige Tscheche leitete mehrere Jahre das an der Ruhr bei Neheim gelegene und ebenfalls zu „Extrablatt“ gehörige „R-Café“ und stellte schließlich den Kontakt zu Christoph Wefers her. Klaus Franksmann ist also im Grunde genommen der geistige Vater des R-Cafés am Lenneufer. „Ursprünglich sollte im Terrassenbereich tatsächlich ein Glasboden eingebaut werden. Davon mussten wir aber wegen der hohen Rutschgefahr bei Nässe abstand nehmen“, verriet der Projektleiter außerdem.

Auch Serkan Yesil, ein aus Unna stammender 28-Jähriger, sah sich das Spektakel an. „Das ganze Projekt verfolge ich schon seit zwei Jahren, also von Beginn an“, erklärte er. Genug gerätselt: Yesil wird die Leitung des R-Cafés am Lenneufer übernehmen. Aktuell leitet er noch das „Extrablatt“ in Kamen und er ist guter Dinge, dass er bereits im April nach Letmathe wechseln kann. „So schnell wie die bauen, klappt das bestimmt.“ Bericht folgt

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