Kultur

Menschen, Tiere, Sensationen aus der Domstadt

Große Freude hatte das Publikum im Gewölbekeller bei Helmut Rauers „Spaziergang durch Letmathe mit Musik“.

Foto: Michael May

Große Freude hatte das Publikum im Gewölbekeller bei Helmut Rauers „Spaziergang durch Letmathe mit Musik“. Foto: Michael May

Letmathe.   So lustig kann Kultur sein: Helmut Rauer und die TUBAnd glänzen im Gewölbekeller von Haus Letmathe mit einem musikalischen Streifzug durch den Stadtteil.

Wenn Helmut Rauer alias „Honselmann“ durch Letmathe streift, dann fördert er kaum glaubliche Geschichten zutage – und der Applaus des heimischen Publikums ist ihm gewiss. Im Haus Letmathe präsentierte er sich im Bunde mit der TUBAnd zu einem propperen Vergnügen im Kulturprogramm des Fördervereins: einem musikalischen Streifzug durch die Stadt.

Vom Gewölbekeller über die Hagener Straße, an Polizeiwache und Altem Rathaus vorbei, natürlich auch an der Lenne entlang und zurück zum Haus Letmathe führt die humoristische Tour. Und zu allen Stationen, allen Episoden brilliert die TUBAnd mit passenden Stücken. Und wenn es das Bellen, Miauen oder Vogelzwitschern im Gleichklang mit Rauers Erzählungen ist.

Wenn die Vierbeiner im Volksgarten sprechen könnten

„Honselmann“ ist dabei nicht nur bekannt wie ein bunter Hund, sondern mischt sich auch gern mal unter kleine wie größere Tiere im Volksgarten – ob Pekinesen und Neufundländer beim „Hundehaufen-Biathlon“, Berliner Bären, kunstvolle Katzen oder Schwan „Alois“ auf dem Teich. So steht der Volksgarten an diesem unterhaltsamen Abend oft im Blickpunkt – dieses bedeutende Stück Grün, das neben London mit seinem Hyde Park oder New York mit seinem Central Park auch Letmathe in die Metropolen der Welt einreiht, wie Helmut Rauer augenzwinkernd unter Beweis stellt. Seitenhiebe Richtung Iserlohn – „schon gar nicht der Fritz-Kühn-Platz“ – dürfen als Seelenbalsam für die stolzen Letmather an solch innigen Abenden natürlich nicht fehlen.

Dazwischen macht „Honselmann“ mit Vierzeilern aus der Gedichtwerkstatt gerne weitere Ausflüge – nach Stübbeken, Genna oder Oestrich. Im Handumdrehen hat er dabei den voll besetzten Saal als Chor gewonnen, der unisono anstimmt: „Die schönsten Mädchen, die ich kenne, sind aus der Domstadt an der Lenne.“

Über zwei Stunden reicht das heitere Programm, in dem Rauer alias „Honselmann“ alias IKZ-Redakteur „Sauer“ nach dem musikalischen Streifzug noch zu schier abenteuerlichen Storys über sprechende Tiere im Volksgarten und einem Kurz-Krimi aus Letmathe ansetzt. Spannungsvoll eingeleitet von der TUBAnd mit Filmmusik des „rosaroten Panthers“.

„Und was haben wir festgestellt: Letmathe ist die Mitte der Welt“, dankt Gisela Wydra, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, an diesem Abend im Namen des begei­sterten Publikums. Da bleiben keine Fragen offen – oder vielleicht doch: Wer, in Gottes Namen, ist dieser marketingbeseelte „Herr Kleinkurt“, der so schwärmerisch von einer Drahtseilbahn über die Lenne erzählt?

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