Schulte im Ostfeld

Mit den Meiers in den „Rocktober“

Die „Paul Meier Kombo“ in Aktion: Hier tritt sie beim Sommerfest bei „Denninger“ auf.

Die „Paul Meier Kombo“ in Aktion: Hier tritt sie beim Sommerfest bei „Denninger“ auf.

Foto: Privat / IKZ

Letmathe.  Die „Paul Meier Kombo“ lässt die Konzertserie bei „Schule im Ostfeld“ wieder aufleben.

„Ich bin jetzt Pensionär“ – das passt nicht nur altersmäßig ganz gut zur Familie Meier aus der „Paul Meier Kombo“, das sitzt auch musikalisch wie angegossen, lässt es sich doch ganz famos auf den Beatles-Klassiker „I Saw Her Standing There“ singen. Der neueste Hit der legendären Letmather Band, den es nächste Woche live und als Weltpremiere zu hören gibt. Denn die Band lassen nach zwei Jahren Pause ihr „Rocktober-Fest“ bei „Schulte im Ostfeld“ wieder aufleben.

Aus„Ain’t She Sweet“ wird „Ernst ist Schmied“

Rock’n’Roll vom Feinsten in eigener Bearbeitung gepaart mit eigenen deutschen Texten – „das hat eine gewisse Kreativität, das macht richtig Spaß“, sagt Paul-Meier-Frontmann Rudi Müllenbach. Und das war und ist auch das Markenzeichen der „Paul Meier Kombo“. Aus dem Rock’n’Roll-Klassiker „Baby’s In The Big House“ wird da „Peter gibt ein Bier aus“ und aus „Ain’t She Sweet“ „Ernst ist Schmied“. Das passt zur Musik, das passt zur Band und das spricht die Leute an, weil es Witz hat, weil es echt und authentisch ist, und weil es von vorn herein zeigt, dass hier eine Band am Werk ist, die sich selbst nicht sonderlich wichtig nimmt. Das gehört offenbar zum festen Erbgut der Band, was auch schon der Name verrät – „Paul Meier Kombo“. „Das war damals reiner Blödsinn“, sagt Rudi Müllenbach. Ein Bandname gewordener Scherz, der aber einfach gut war und der genau so passte, wie alles andere an dieser Band.

17 Jahre ist es inzwischen her, dass sich Rudi Müllenbach, Werner Kötteritz (Gitarre), Otto Flanz (Bass) und Egbert Wunderlich (Schlagzeug) zusammen getan haben. Auch Saxofonist Jürgen Kowski gehörte zur Gründungsbesetzung, der aber 2008 durch Reinhard Köster ersetzt wurde. Damals stieß auch Keyboarder Matthias Grün zu Kombo. Und gerade in diesen Anfangsjahren war es so, dass ein regelrechter Hype um die neue Band entstand. „Es schien, als hätten alle nur auf uns gewartet“, erinnert sich der Sänger der Band. „Wir haben überall gespielt, keine Feier ohne Meier.“

Schon der erste Auftritt nach nur zwei Monaten Probenarbeit führte die Band in den von Geweihen gesäumten Festsaal von „Schulte im Ostfeld“ – den „Saal der toten Hirsche“, wie Müllenbach ihn damals taufte. Seit 2010 hatten die Meiers dann jedes Jahr zum „Rocktober“ in diesen Saal eingeladen – auch wenn die Hirsche längst verschwunden waren.

Irgendwann habe dann aber die große Nachfrage und die unermüdliche Aktivität auf allen Festen abgerissen. Hier und da gab es gesundheitliche Probleme, Otto Flanz stieg aus der Band aus und wurde durch Martin Ossenberg ersetzt. Auch Matthias Grün verließ zuletzt die Band, weil er nach Dänemark gezogen ist – ein herber Verlust, wie Rudi Müllenbach sagt. Bei Auftritten übernimmt nun Dirk Kersting den Part an den Tasten.

Sonderlich traurig sind die Mitglieder nicht, dass es ruhiger geworden ist. Schließlich sind sie ja tatsächlich ein wenig in die Jahre gekommen. Als aber auch die festen „Rocktober“-Partner von der „Rotten Roll Company“ ausschieden, endete auch die beliebte Konzertreihe im Ostfeld.

Karten gibt es direkt bei „Schulte im Ostfeld“

Die will die „Paul Meier Kombo“ nun aber wieder beleben. Mit der neuen Band von Otto Flanz, „Rolled Gold“, die sich ganz auf die Hits der „Rolling Stones“ kapriziert haben, haben die Letmather eine neue kongeniale Partner-Band gefunden. Los geht es am Samstag, 26. Oktober, um 19.30 Uhr. Karten für 10 Euro können ab sofort bei „Schulte im Ostfeld“ unter 02374/2369 geordert werden. Und am Erfolgsrezept hat sich nichts geändert: Heißer Rock’n’Roll aus alten Tagen mit westfälischem Witz – siehe „Ich bin jetzt Pensionär“.

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