Inklusion

Mit Inklusion dem Fachkräftemangel entgegenwirken

Martin Ossenberg (li.) und Christophe Hessling (re.) haben Knut Schuster von der Firma Springtec für 15 Jahre Kooperation ausgezeichnet.

Martin Ossenberg (li.) und Christophe Hessling (re.) haben Knut Schuster von der Firma Springtec für 15 Jahre Kooperation ausgezeichnet.

Foto: Carolin Meffert

Letmathe.  Iserlohner Werkstätten haben sich mit einem Fachtag im Bahnsteig 42 dem Thema „Betriebliche Inklusion“ gewidmet

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„Durch gezielte Einarbeitung und Begleitung von Menschen mit Handicap kann dem Fachkräftemangel in den Unternehmen entgegengewirkt werden, denn Menschen mit Handicap können vielfältige Aufgaben übernehmen und so betriebliche Prozesse unterstützen“, erklärte Christophe Hessling von den Iserlohner Werkstätten. Um über das Ziel der Iserlohner Werkstätten, Menschen mit Handicap in den ersten Arbeitsmarkt und sozialversicherungspflichtige Arbeit zu integrieren, weiter zu informieren und präsent zu machen, fand am Freitag mit 60 Teilnehmern der Fachtag zur „Betrieblichen Inklusion“ statt.

Der Vormittag im Bahnsteig 42 diente nicht nur dazu, die bestehenden Kooperationen weiter zu stärken, sondern auch das gesamte Netzwerk weiter auszubauen. Seit mehr als zehn Jahren wurden betriebsintegrierte Arbeitsplätze in der heimischen Industrie, in den Kommunen und weiteren Unternehmen umgesetzt. Aktuell gibt es mehr als 160 solcher Arbeitsplätze im Raum Iserlohn, Menden, Hemer und Schwerte.

Erfreuliche Zahlen geben Zuversicht

„In den letzten zehn Jahren konnten wir 16 Menschen mit Handicap in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln und das langfristig. Außerdem konnten wir insgesamt 550 Praktika vermitteln“, berichtete Christophe Hessling, Werkstattleiter für betriebsintegrierte Arbeitsplätze. Das Integrationsamt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe informierte in diesem Kreis die interessierten Unternehmen über die Förderungsmöglichkeiten durch das Budget für Arbeit.

Auch der Erfahrungsaustausch stand am Freitag im Vordergrund. Ein erfolgreiches Beispiel erfolgreicher Inklusion und Integration ist die Firma Springtec. „Wir haben bisher nur positive Erfahrungen gemacht“, stellt Knut Schuster, Geschäftsführer der Springtec Group, fest. „Wir haben sehr früh damit angefangen, Menschen mit Handicap zu integrieren und haben diesen Bereich immer weiter ausgebaut.“ Seit mehr als 15 Jahren sei die Springtec Group engagiert dabei. Damit ist das Unternehmen der längste Kooperationspartner der Iserlohner Werkstätten, und aus diesem Grund wurde es am Freitag auch ausgezeichnet.

Zum Abschluss warb Anne Reichert von den Werkstätten für ein regionales Netzwerk, das sich dem Thema betrieblicher Inklusion fortan widmet. Interessierte Unternehmen können sich unter Tel. 02371/ 9766884 bei ihr melden.

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