Proteste

Marienhospital: Mitarbeiter empört über Schließungspläne

Das Marienhospital als Opfer von Politik und Management: Die Belegschaft bringt mit einem Transparent ihre Wut und ihr Unverständnis über die geplante Schließung des Krankenhauses zum Ausdruck.

Das Marienhospital als Opfer von Politik und Management: Die Belegschaft bringt mit einem Transparent ihre Wut und ihr Unverständnis über die geplante Schließung des Krankenhauses zum Ausdruck.

Foto: Alexander Barth

Letmathe.  Der Geschäftsführer der Märkischen Kliniken hat den Beschäftigten die Nachricht von der geplanten Schließung überbracht – die Wut ist groß.

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Die Mitarbeiter des Marienhospitals sind am Donnerstagvormittag bei einer Betriebsversammlung offiziell über die Entscheidung des Aufsichtsrates der Märkischen Kliniken informiert worden: Der Kreistag soll am 26. Juni über die Schließung des Standortes zum Jahresende befinden.

Geschäftsführer Dr. Thorsten Kehe sah sich in der mehr als 90-minütigen Versammlung mit aufgeladener Stimmung und schweren Vorwürfen gegen das Management der vergangenen Jahre konfrontiert.

Übernahmeangebot für alle Beschäftigten

Im Anschluss versammelte ein Teil der Belegschaft sich vor der Hauptpforte und hisste ein Protestbanner, auf dem in Abkürzungen zu lesen ist: „Ruhe in Frieden, Marienhospital Letmathe“ und darunter in roten Lettern der Vorwurf „Mörder“.

Interviews zur geplanten Schließung des Marienhospitals

Der Betriebsrat hat durchgesetzt, dass allen Beschäftigten ein Übernahmeangebot an einem der anderen Standorte (Lüdenscheid, Werdohl) gemacht werden soll – für viele ein schwacher Trost. Die Märkischen Kliniken werden nächste Woche, so Kehe, mit Gesprächen über das weitere Vorgehen beginnen. (Bericht folgt)

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