Gemeinschaft

Miteinander, nicht neben einander

Dorffest Dröschede neuer Dorfplatz

Dorffest Dröschede neuer Dorfplatz

Foto: Stefan Janke / IKZ

Dröschede.  Fast ganz Dröschede war auf den Beinen, als auf den neuen Dorfplatz am Samstag gefeiert wurde.

Was ist denn hier los? Das wird sich manch einer gefragt haben, der am Samstag am neuen Dorfplatz in Dröschede vorbei gekommen ist. Das ganze Dorf schien auf den Beinen zu sein, auf dem kleinen Areal drubbelten sich die Menschen, große wie kleine, quatschten beim Bierchen, plauderten zu Kaffee und Kuchen, hatten einfach einen schönen Tag.

Der Platz wird schonsehr gut angenommen

„Wir haben ein neues Lebensgefühl hier in Dröschede auf den Weg gebracht und das zeichnet sich heute aus“, sagt Monika Stockmann, Sprecherin der Dröscheder Ortsvereine. Der Platz werde sehr gut angenommen, und schließlich habe man auch viele Sachen auf den Weg gebracht, wie den Tauschring und die Taschengeldbörse. „Es tut sich was, wir rücken zusammen und wollen nicht neben einander, sondern miteinander leben,“ zieht Monika Stockmann ihr persönliches Fazit.

Im Mai erst ist der Platz eröffnet worden. Mit aufgefrischtem Maibaum, auf dem die Vereine und Förderer im Dorf zu finden sind, mit Schotteruntergrund, damit der Regen ablaufen kann, mit Bänken und viel Grün. Auf der anderen Seite des Bachs bilden die Stelen mit den in Marmor geschlagenen Namen der Gefallenen der Kriege nun ein würdiges, beeindruckendes Ehrenmal.

Bei allen Maßnahmen wurden die Dröscheder von der Stadt unterstützt, viel eigenes Engagement gehörte aber auch dazu, um das Projekt zu einem so überzeugenden Ergebnis zu bringen.

Den Bach, sagt Wolfgang Ströter vom TuS Dröschede und eine der treibenden Kräfte hier im Ort, träumt ja noch von einem freigelegten Bachlauf und einer Brücke. Doch müssten dazu erst bautechnisch verordnete Klippen überwunden werden – es wird wohl ein Wunsch bleiben.

Wunschlos zufrieden waren jedoch die Besucher des Dorffestes. Große Attraktionen brauchte es nicht, um rund herum für gut gelaunte Gäste zu sorgen. Der Theaterverein hatte eine kleine Schminkecke aufgebaut, die Kindergärten hatten Spiele mitgebracht, die frisch gebackenen Waffeln vom Letmather Abiturjahrgang 2020 schmeckten, Jugendliche konnten ihre Geschicklichkeit beim Nägeleinschlagen messen, während nebenan die Popcornmaschine ploppte, und abseits von dem ganzen Trubel der Großen sprangen die Kleinen auf der Hüpfburg um die Wette.

Alle Dorfvereineziehen an einem Strang

Die Vereins-Querelen, die noch vor einigen Monaten für Gesprächsstoff gesorgt hatten, sind vergessen: „Alle machen hier toll mit, alle Dorfvereine ziehen an einem Strang, wir haben wieder einen Wohlfühl-Moment hier, und wir haben noch ganz viele Ideen hier im Dorf“, freute sich Monika Stockmann, bevor sie plötzlich zur Hilfe gerufen wurde. Ein dicker Wasserschlauch war geplatzt, doch gemeinsam anpackend war auch das schnell erledigt. Eine starke Gemeinschaft.

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