Kriminalität

Mofa-Diebstahl von Zeugen vereitelt

Die Zündelektronik am Mofa liegt frei.

Foto: Oliver Bergmann

Die Zündelektronik am Mofa liegt frei. Foto: Oliver Bergmann

Letmathe.   Zwei junge Männer stehen unter Tatverdacht, ermittelt sind sie noch nicht.

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Ein bislang noch unbekanntes Duo hat am Donnerstagvormittag gegen 10.50 Uhr versucht, ein an der Aucheler Straße geparktes Mofa zu stehlen. Die Geschädigte ist eine 17-Jährige, die am Gymnasium die Jahrgangsstufe Q1, also das elfte Schuljahr besucht. Sie saß gerade im Unterricht, als in Sichtweite des Klassenzimmers die Aktion vonstatten ging. Allerdings achtete sie nicht darauf, was draußen passierte.

Eine Freundin kam herein und erzählte, dass sie auf dem Parkplatz zwei Jungen gesehen habe, die sich gerade gegen das Mofa lehnten. „Man hätte annehmen können, dass es ihnen gehört hätte.“

Startversuche wurden offenbar bereits unternommen

Die 17-Jährige ging sofort vor die Tür und fragte geistesgegenwärtig aus sicherer Entfernung über die Straße, was sie an dem Fahrzeug zu suchen hätten. „Sie sagten, dass sie es sich nur etwas genauer anschauen wollten, weil ein Bekannter das Gleiche besitzen würde.“

Beruhigt ging sie wieder in den Unterricht. Da wusste die Halterin noch nicht, dass die Kunststoffabdeckung der Zündanlage bereits abgerissen und weggeworfen war. „Ich hatte mein Mofa nur von hinten gesehen.“ Mehrere Teile hingen, wie sich später herausstellte, in einem Strauch hinter dem Zaun zur Autobahn, die nun freiliegenden Stecker waren zudem voneinander getrennt. „Sie haben offensichtlich versucht, die Maschine kurzzuschließen.“ Diese Annahme wird durch eine weitere Beobachtung gestützt: Eine andere Zeugin will mitbekommen haben, dass einer der jungen Männer an der Zündanlage des Mofas hantierte, während sein Kompagnon den Kickstarter betätigte. Umgehend, nachdem die Schülerin die Beschädigungen feststellte, rief sie die Polizei und erstattete Anzeige gegen Unbekannt.

Besuchen auch die Täter eine Schule an der Aucheler Straße?

Anschließend suchte sie in sämtlichen Schulklassen – auch vom Berufskolleg des Kreises und der Hauptschule – in der Hoffnung, das Duo anzutreffen: Fehlanzeige. „Erkannt habe ich niemanden, aber es waren auch nicht alle Klassen komplett.“ Dass die Täter von der eigenen Schule stammen könnten, schließen die Freundinnen aus. „Unsere Leute wissen, dass sie an dieser Stelle beobachtet werden können.“ Immerhin gelang es ihrem Vater, mit Anglerzubehör die Teile aus dem Baum und vom Hang zu „fischen“ und sie notdürftig instand zu setzen.

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