Marienhospital

Neue CDU-Vorschläge zur Hospital-Rettung

Außenansicht Marienhospital

Außenansicht Marienhospital

Foto: Alexander Barth / IKZ

Letmathe.  Auch eine vorübergehende Übernahme zur Sicherung des Marienhospitals ist für die Christdemokraten eine Option.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Wenn sich am nächsten Dienstag der Rat der Stadt Iserlohn mit dem SPD-Rettungsplan für das Marienhospital beschäftigt, ist eine Mehrheit für die sofortige Prüfung der möglichen Übernahme in den Konzern Stadt sicher. Auch die CDU hat mit einem Ergänzungsantrag zum SPD-Vorschlag Zustimmung signalisiert und bringt neue Vorschläge in die Diskussion.

„Auch aus Sicht der CDU-Fraktion im Rat der Stadt sollte nichts unversucht gelassen werden, hier noch eine Lösung zum Erhalt des Krankenhauses zu erreichen“, schreibt Fraktionschef Fabian Tigges an den Bürgermeister. Die CDU-Fraktion schlägt vor, „dass der Erhalt des Standortes des Marienhospitals durch Übernahme in den Konzern Stadt mit Priorität geprüft werden sollte. Auch eine vorübergehende Übernahme zur Sicherung mit späteren weiteren Kooperationen muss hier eine Option sein.“

Die CDU hat auch den Fall berücksichtigt, dass es „unüberwindbare Schwierigkeiten für den Konzern Stadt beim Erhalt des Marienhospitals geben sollte.“ Dann müsse auf jeden Fall eine Entwicklung des Standortes angestrebt werden, mit der man eine Sicherung der Gesundheitsversorgung zum Beispiel durch ein medizinisches Versorgungszentrum, ein Medical Village, eine Fachklinik oder einen Teil-Klinikstandort in Letmathe erreichen könne.

Auch ein mögliches Scheitern ist kalkuliert. „Oberstes Ziel der Stadt muss es sein, dass mitten im Herzen des Stadtteils Letmathe nicht über einen längeren Zeitraum eine Bauruine das Stadtbild prägt. Bei einer möglichen Folgenutzung von Gebäude und Grundstück muss der Märkische Kreis mit in die Pflicht genommen werden.“

Der Rat der Stadt tagt am kommenden Dienstag, 9. Juli, zum Thema in öffentlicher Sitzung im Ratssaal des Rathauses am Schillerplatz. Am nächsten Donnerstag, 11. Juli, laden die Organisatoren des Protestes gegen die Schließung um 19.30 Uhr in die Friedenskirche in Letmathe zur Bürgerversammlung mit Podiumsdiskussion ein. Dann hat auch die Politik Gelegenheit, die Perspektiven für das Marienhospital zu erklären.

Während sich die Zukunft des Marienhospitals in der Schwebe befindet, steht bereits die Frage im Raum, was eine Schließung für die notärztliche Versorgung bedeuten würde. Dazu hat Feuerwehrchef Jörg Döring auf der gestrigen Sitzung des Feuerwehrausschusses informiert.

Die Feuerwehr Iserlohn stellt im Rahmen des Landesgesetzes zu Rettungsdienst, Notfallrettung und Krankentransport (RettG NRW) zwei so genannte Notfalleinsatzfahrzeuge (NEF), deren Besatzung jeweils aus einem Fahrer (Qualifikation Notfallsanitäter oder Rettungsassistent) und einem Notarzt besteht. Dabei liegt die personelle Verantwortung für die Notärzte bei den Kliniken. Das St.-Elisabeth-Hospital und das Bethanien-Krankenhaus stellen den Notarzt für das Fahrzeug in Iserlohn, das Marienhospital den Notarzt für das Letmather Fahrzeug.

Kommt es zur Schließung, könnte ersatzhalber entweder ein Notarzt über eine Fachpersonalbörse gebucht oder ein Notarzt direkt bei der Feuerwehr eingestellt werden. Durch die feste Zusammenarbeit, die auch gemeinsame Übungen ermögliche, verspricht sich Döring von einem angestellten Arzt eine bessere Notfallversorgung vor Ort, das Zurückgreifen auf den Arbeitskräftepool einer Zeitarbeitsfirma hingegen würde garantieren, dass im Krankheitsfall Ersatz bereit steht.

Die notärztliche Versorgung sieht die Feuerwehr zum jetzigen Zeitpunkt in jedem Fall nicht gefährdet. Das Marienhospital werde voraussichtlich bis zum Jahresende seiner Verpflichtung nachkommen, für den 1. Januar 2020 bereitet die Verwaltung eine Alternative vor.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben