Brückenbau

Neue Lasbecker Brücke rückt näher

Die CDU-Ratsfraktion ließ sich am Mittwochnachmittag in Lasbeck über die geplanten Brückenbaumaßnahmen aufklären.

Die CDU-Ratsfraktion ließ sich am Mittwochnachmittag in Lasbeck über die geplanten Brückenbaumaßnahmen aufklären.

Foto: Michael May

Lasbeck.   Mit dem Bau einer Behelfsbrücke sollen ab diesem Sommer die Arbeiten beginnen. Die alte Brücke muss komplett abgerissen und neu gebaut werden.

Als ein LKW die schmale Brücke in Lasbeck passiert, gerät diese stark ins Schwanken. Durch den täglichen Schwerlastverkehr vom Steinbruch und dem Feierabendverkehr der Anwohner muss die Brücke täglich einer starken Belastung standhalten. Risse im Beton, die sich mit Wasser gefüllt haben, deuten aber bereits darauf hin, dass sich die Brücke nicht mehr in einem passablen Zustand befindet. „Sobald Gebäude oder Brücken von Wassereinträgen betroffen sind, wird es kritisch“, sagt Karsten Meininghaus von der CDU.

Die CDU-Ratsfraktion Iserlohn und die CDU-Ortsunion Letmathe ließen sich am Mittwochnachmittag vor Ort von Stadtbaurat Thorsten Grote sowie Steffen Mehrens und Goran Micic aus der Abteilung Straßen und Brücken der Stadt Iserlohn über die aktuelle Situation und das Bauvorhaben ins Bild setzen.

Dass die Brücke ersetzt werden muss, ist schon seit Längerem im Gespräch. Da das Thema im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung angesprochen wurde, wird das Projekt jetzt konkreter. „Die Brücke soll komplett abgerissen und neu gebaut werden. Wir haben die Brücke in normalen Zyklen geprüft und mussten diese mit 4 benoten“, sagt Goran Micic, Abteilungsleiter Straßen und Brücken der Stadt Iserlohn. Bereits 2008 wurde die Zufahrtsbrücke verengt und auf 10 km/h beschränkt. Die neue Brücke soll von den bisher 8,90 Meter auf 11,40 Metern erweitert werden, damit ein zweispuriger Verkehr wieder möglich ist.

Die Deutsche Bahn, die als Vertragspartner ebenfalls in den Bau involviert ist, möchte die derzeitige Höhe von 5,50 Meter auf 6,20 Meter erhöhen. „Die gewünschte Höhe der Deutschen Bahn lässt sich nicht so einfach umsetzen“, erklärt Goran Micic. „Es gibt einige Restriktionen, da zwei weitere Straßen an der Brücke anschließen und am Ortsausgang die nächste Brücke anschließt. Aus Straßenbausicht können wir nicht so hoch gehen. Wir befinden uns deshalb noch im Austausch mit der Bahn.“

Bauarbeiten sollen im Sommer beginnen

Doch bevor die neue Brücke gebaut werden kann, muss eine Behelfsbrücke her, da keine andere Zufahrtsmöglichkeit in die kleine Ortschaft besteht. Die Behelfsbrücke soll, in Richtung Lasbeck blickend, auf der linken Seite errichtet werden. Die Scheune eines angrenzenden Grundstücks darf für die Dauer der Bauarbeiten umgesetzt werden. Ab Juli diesen Jahres soll der Bau der Behelfsbrücke beginnen, ein Abriss der alten Brücke erfolgt im kommenden Jahr. „Wir befinden uns auch in der Hinsicht im direkten Austausch mit der Deutschen Bahn und koordinieren die Bauarbeiten gemeinsam, damit es nicht zu allzu großen Störungen im Bahnverkehr kommen wird“, erklärt Thorsten Grote. Mit dem Abriss der alten Brücke soll dann auch der Startschuss für den Neubau fallen. „Die Gesamtbauzeit wird bis 2022 andauern, da auch immer wieder Baupausen eingelegt werden müssen. Die genauen Phasen müssen wir noch mit den Ingenieurbüros absprechen“, erklärt Steffen Mehrens.

Ob es sich bei dem Neubau letztendlich um eine Stahl- oder Betonbrücke handeln wird, steht noch nicht fest. „Natürlich wäre eine Stahlbrücke die bessere Lösung, ist in der Unterhaltung aber ein größerer Aufwand als eine Betonbrücke. Wir haben uns da noch nicht festgelegt in der Verwaltung“, sagt Thorsten Grote.

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