Feuer

Neuer Mut nach dem Doppel-Brand

Das Feuer hat am Freitag die Küche der "Burger Schmiede" arg in Mitleidenschaft gezogen. Viele Geräte sind unbrauchbar geworden.

Foto: Oliver Bergmann

Das Feuer hat am Freitag die Küche der "Burger Schmiede" arg in Mitleidenschaft gezogen. Viele Geräte sind unbrauchbar geworden. Foto: Oliver Bergmann

Letmathe.   Ali Gencel will die „Burger Schmiede“ schon in wenigen Wochen wieder öffnen. Weitere Gebäudeteile waren ebenfalls betroffen.

Auch drei Tage nach dem Brand in der Küche der an der Ecke Hagener Straße/Fingerhutsmühle gelegenen „Burger Schmiede“ ist das Unglück Gesprächsthema Nummer eins in Letmathe gewesen. Durch den von Hand geschriebenen Zettel an der Eingangstür des Restaurants erfährt die Bevölkerung zwar, dass es wegen eines „Küchenbrandes auf unbestimmte Zeit geschlossen“ bleibt, aber das kann Vieles bedeuten. Ali Gencel, Inhaber der „Burger Schmiede“, macht seinen Kunden Hoffnung: „Die Polizei hat die Küche inzwischen freigegeben, am Dienstag kommt noch ein Gutachter, aber danach kann der Umbau beginnen.“ Und Gencel klingt nicht so, als würde er sich damit Zeit lassen: „Ende Januar, Anfang Februar wollen wir wieder öffnen.“

Erleichtert sei er, vor der Eröffnung im Herbst 2016 für den entsprechenden Versicherungsschutz gesorgt zu haben. Die dramatischen Stunden, die in seinem Lokal ab etwa 11 Uhr anbrachen, sind noch sehr präsent.

Vom zweiten Brand zunächst gar nichts bemerkt

„Zuerst hatten wir ja einen Fettbrand, der durch die Fritteuse ausgelöst wurde. Den hatten wir durch eine Löschdecke und einen speziellen Feuerlöscher auch noch selbst bekämpft. Die Feuerwehr war anschließend etwa 30 Minuten bei uns und hat dann Entwarnung gegeben. Vom zweiten Brand erfuhren wir erst durch die Physiotherapie-Praxis.“ Seine Mitarbeiterin, die durch Feuer und Rauch am Vormittag leicht verletzt wurde, durfte schon im Laufe des Unglückstages wieder das Krankenhaus verlassen. Zur Schadenshöhe konnte Ali Gencel am Montag noch keine Angaben machen.

Im Gegensatz zum Restaurant hält sich der Brandgeruch im Eingangsbereich der Praxis hartnäckig. Jan Banditt, der sie gemeinsam mit Arnd Clement betreibt, behandelte aber am Montagvormittag schon wieder seine Patienten. „Letzte Woche hatte der Arnd noch das 20-jährige Bestehen der Praxis gefeiert. Ich weiß, dass damals nachträglich noch eine feuerfeste Zwischendecke eingezogen wurde“, erzählt Banditt.

Auch er hat noch die Bilder von Freitag vor seinem geistigen Auge. „Beim ersten Brand war vor der Brandschutztür alles verraucht und sämtliche Rauchmelder fingen an zu piepen. Beim zweiten Brand kam bei uns Feuer aus der Steckdose. Der Schock war natürlich groß.“ Das war erst Recht der Fall, als die Feuerwehr einen Deckendurchbruch herstellen musste. Auch ihm und seinem Geschäftspartner steht nun eine aufwendige Renovierung bevor.

Die bleibt Katrin Mätze zum Glück erspart. Die Friseur-Meisterin und Inhaberin des Salon „Cutrins“ in den Dom-Arkaden erlebte dennoch einen aufregenden Freitag, auf den sie gerne verzichtet hätte. „Meine Kunden saßen hier, einige mit nassen Haaren, andere hatten noch die Färbemittel drin, als es plötzlich dunkel wurde weil der Strom abgestellt wurde. Das war wirklich nicht so schön.“ Anschließend galt es, allen Kunden abzusagen, die am Freitag noch einen Termin hatten – was gar nicht so einfach war. „Wir machen paperlose Anmeldungen. Und weil der Computer nicht funktionierte, hatten wir Probleme, die Leute zu erreichen.“

Am Ende glühten auch noch die Telefonleitungen

Anderthalb Stunden habe der Stromausfall gedauert. „Als wir auch den letzten Kunden erreicht hatten, war der Strom wieder da.“ Also wurden alle Absagen wieder rückgängig gemacht. Zwischendurch holte Katrin Mätze sogar noch Plan B aus der Schublade, indem sie mit einigen Kunden in das Perückenstudio umzog, das sie ebenfalls betreibt.

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