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Neuer Spielplatz in Letmathe – zwei Dinge sind ausbaufähig

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Für den Turm in der Mitte reicht es, das übrige Spielparadies an der Fingerhutsmühle brät jedoch ungeschützt in der Mittagshitze.

Für den Turm in der Mitte reicht es, das übrige Spielparadies an der Fingerhutsmühle brät jedoch ungeschützt in der Mittagshitze.

Foto: Alexander Barth / IKZ

Letmathe.  Der Spielplatz Fingerhutsmühle ist bei Familien beliebt. Sonnenschutz und WC-Optionen sind aber noch nicht ideal.

Die Sonne brennt vom Himmel, der Spielplatz an der Fingerhutsmühle lädt zu einem Besuch ein. Ramona Babic ist mit ihrem Sohn Gabriel, der im September seinen zweiten Geburtstag feiert, etwa jeden zweiten Tag hier. „Das hier ist der schönste Spielplatz. Bei uns am Bülzgraben kommen abends die Jugendlichen und lassen ihren Müll liegen, wir haben da schon Glasscherben gefunden“, berichtet die 25-Jährige.

Mit dem Kinderwagen sucht sie als erstes Zuflucht unter der Rutsche, die ein wenig Schatten spendet – in der Sonne wird es schnell zu heiß. Es ist Mittag, und das Metall der Rutsche hat sich schon so stark aufgeheizt, dass man darauf Spiegeleier braten könnte. Dem kleinen Gabriel ist die große Rutsche ohnehin nicht geheuer, Mutter und Kind begeben sich daher zum zentralen Holzturm, der mit einem Sonnensegel ausgestattet ist. Der Schatten darunter bietet ideale Bedingungen, ist aber knapp bemessen: Bis auf die kleine Spielinsel in der Mitte liegt der Platz völlig ungeschützt da.

WC-Pläne der Stadt kommen gut an

Die Stadt Iserlohn nimmt wie berichtet Geld in die Hand, um für mehr Sonnenschutz auf exponierten Spielplätzen zu sorgen. Damit beauftragt ist der SIH – ob an der Fingerhutsmühle ein größeres Sonnensegel installiert wird, ist aktuell noch unklar. Ramona Babic begrüßt in jedem Fall die Perspektive eines öffentliches WCs in unmittelbarer Nähe des Spielplatzes (wir berichteten). Die Toilette im Alten Rathaus findet sie weder gut gelegen noch besonders attraktiv.

Bei den Diskussionen darüber, ob eine neue WC-Anlage erforderlich ist oder ob die Stadt Iserlohn das Geld nicht besser sparen sollte, haben Gegner des Projekts immer wieder auf vorhandene Möglichkeiten etwa in der Gastronomie hingewiesen. Auf das in Sichtweite gelegene R-Café angesprochen, schüttelt die Mutter den Kopf: „Ins Café, nur um aufs Klo zu gehen? Das machen wir nicht. Ich glaube, das finden die meisten nicht gut.“

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