Corona-Krise

Neustart in Letmathe ohne große Veränderungen im Tagesablauf

Sabrina Kunz musste für die Neueröffnung nicht viele Änderungen in ihrem Sonnenstudio vornehmen, nur eine Plexiglasscheibe und Markierungen auf dem Boden sind dazu gekommen.

Sabrina Kunz musste für die Neueröffnung nicht viele Änderungen in ihrem Sonnenstudio vornehmen, nur eine Plexiglasscheibe und Markierungen auf dem Boden sind dazu gekommen.

Foto: Vanessa Wittenburg / IKZ

Letmathe.  Das „Körperwerk“ hat ab sofort wieder seine Solarien geöffnet. Inhaberin Sabrina Kunz musste nicht viel verändern, um die Auflagen zu erfüllen.

Als Sabrina Kunz am Montagmorgen die Türen ihres Bräunungs- und Kosmetikstudios „Körperwerk sun & beauty“ an der Overwegstraße öffnet, warten schon einige Stammkunden voller Vorfreude. Acht Wochen lang musste „Körperwerk“ jetzt seine Türen geschlossen halten, ehe es jetzt wieder losgehen kann. Und das ohne besondere Auflagen, wie Sabrina Kunz berichtet: „Höhere Hygienestandards als hier gibt es eigentlich gar nicht.“

Schon immer sei es in dem Bräunungsstudio Standard, dass vor und nach jeder Benutzung die Sonnenbank sowie die Kleidungsablage komplett desinfiziert werden. Handtücher werden natürlich nach jedem Gebrauch gewaschen und auch Körperkontakt gebe es in dem Studio ja nicht. Außerdem sei es bereits seit 2012 Pflicht, gemeinsam mit dem Kunden ein vierseitiges Beratungsprotokoll durchzuführen und dementsprechend auch alle Kontaktdaten des Kunden abzufragen. „Viel ändert sich für uns also nicht“, meint Sabrina Kunz. Ihre Kunden kämen meist eh zeitversetzt, jetzt gebe es also noch einen Spuckschutz und die Pflicht, einen Mundschutz zu tragen.

Nachricht zur Wiedereröffnung kam erst am Samstag

Erst am Samstag erfuhr die „Körperwerk“-Inhaberin, dass sie ab Montag ihr Geschäft wieder öffnen könne. Noch am Freitag hatte sie dazu von den zuständigen Behörden keine eindeutige Antwort erhalten. „Beim ersten Anruf hieß es noch, ich könne öffnen, beim zweiten dann nicht mehr“, erzählt sie. Allgemein bewertet sie es als traurig, dass ihr Unternehmen als „Vergnügen bezeichnet wird: „Wir stehen da direkt zwischen Bordellen und Spielsalons. Dabei kann gerade das Sonnen auch positive Effekte auf die Gesundheit und Psyche haben.“

Die Freude über die Wiedereröffnung ist groß, doch Sabrina Kunz denkt, dass ein großer Kundenansturm ausbleiben werde: „Das schlechte Gefühl bleibt.“ Trotzdem habe ihr die Krise gezeigt, dass sie sich auf ihre Kunden verlassen könne: Für den„Sun-Club“ bezahlen die Kunden monatlich und das hätten sie auch weiterhin getan. „Toll, auch mal ein bisschen Wertschätzung zurück zu bekommen.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben