Weihejubiläum

Peter Trotier ist Glücksfall für die Gemeinde

Aus Anlass des Weihejubiläums von Peter Trotier (li.) kam Bischof Josef Clemens aus Rom zum Festgottesdienst in St. Kilian.

Aus Anlass des Weihejubiläums von Peter Trotier (li.) kam Bischof Josef Clemens aus Rom zum Festgottesdienst in St. Kilian.

Foto: Cornelia Merkel

Letmathe.  Bischof Josef Clemens aus Rom kam zum silbernen Weihefest von Peter Trotier nach Letmathe.

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Mit einem eindrucksvollen Pontifikalamt beging der Pastoralverbund Letmathe am Sonntag mehrere festliche Ereignisse: Aus Anlass des silbernen Weihejubiläums von Diakon Peter Trotier, der am 19. November 1994 von Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt in Paderborn geweiht wurde, kam Bischof Josef Clemens aus Rom nach Letmathe. Vor seiner Priesterweihe in Rom im Jahr 1975 hatte er 1974 in der Pfarrei St. Kilian als Diakon gewirkt. Der Bischof erinnerte sich gerne an die genauen Vorbereitungen der Gottesdienste durch Pfarrer Georg Komesker und die Tagesfreizeiten für Kinder in Stübbeken, wie er der Gemeinde verriet. Er war viele Jahre Sekretär von Josef Kardinal Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI. und ist heute in der Kurie tätig.

„Er ist der einzige Geistliche aus Letmathe, der richtig Karriere gemacht hat“, scherzte Pfarrer Frank Niemeier an die Adresse des prominenten Gastes.

Das Festhochamt gestaltete der Kirchenchor von St. Kilian unter der Leitung von Heinrich Mainka mit dem Kolpingchor und das Collegium Musicum, geleitet von Manfred Bühl. Die Gemeinde feierte außerdem das Fest des heiligen Kilian mit dem Lied an den Schutzpatron.

Die Gläubigen feierten außerdem den 400. Geburtstag von Jobst Edmund von Brabeck, der am 11. November 1610 auf Haus Letmathe geboren wurde und am 13. August als Fürstbischof zu Hildesheim starb. Beim Empfang im Pfarrheim referierte Trotier über das Leben des gebürtigen Letmathers.

Pfarrer Frank D. Niemeier würdigte das 25-jährige Engagement Peter Trotiers als Diakon, auch mit Blick auf dessen Ehefrau Cordula, die ihn immer unterstützt habe: „Dass sich verheiratete Männer, in einer zölibatären Kirchenhierarchie, zu Diakonen weihen lassen können, die mitten im Beruf stehen und dann nebenamtlich in der Pastoral mitwirken, die taufen und der Trauung vorstehen, die in der Liturgie das Evangelium verkünden und den Altar herrichten, die Beerdigungen durchführen, die Krankenkommunion reichen – das war damals noch gar nicht bekannt und fast undenkbar.“ Heute sei es selbstverständlich, dass die verheirateten Diakonie wichtiger Teil des Ganzen sind. Mit der Einbeziehung der Ehefrauen und Familien klappe das bei Kirchens aber immer noch nicht ganz so gut, da gebe es Nachholbedarf, weiß Niemeier. Peter Trotier habe als Vorreiter sein Feld selber bestellen müssen. Der Letmather habe Mitverantwortung für seinen Weihekurs, im Dekanat und die gesamten Diakone in der Diözese übernommen, würdigte Niemeier seinen Mitarbeiter: Beide haben auch einige Zeit als Vertreter von Diakonenrat und Priesterrat um Diözesanrat gesessen.

Heimatverbundenheit, Gläubigkeit und Kirchentreue

„Peter Trotier ist für diese Gemeinde, für den Pastoralverbund ein Glücksfall gewesen. Und selbstverständlich ist er es immer noch“, betonte Pfarrer Niemeier. „Durch seinen Lehrerberuf und als Historiker, durch seine Heimatverbundenheit und nicht zuletzt durch seine Gläubigkeit und Kirchentreue ist auf seine Haltung zu den Dingen, seine Worte und Gesten unbedingt Verlass.“ Niemeier verwies auf Trotiers seelsorgerischen Schwerpunkt im Altenzentrum St. Kilian, wo er katholisch und ökumenisch zugleich wirkt und dort immer wieder zu hören bekommt, dass er seine Messe in der Hauskapelle gut gelesen hat. Er geht dort von Zimmer zu Zimmer, um Menschen das Sakrament zu bringen, die besonderen Trost brauchen.

Der „ewige Vorsitzende der Kilianfreunde“ hat unzählige Domkonzerte organisiert, Spenden für das Gotteshaus zusammengetragen und leidenschaftliche Domführungen gemacht. Niemeier ging auch auf die Forschungen über Kilian, Brabeck und die geschichtliche Vergangenheit Letmathes ein. Trotier ist außerdem Präses der Kolpingfamilie und als Teil des Vorstandes an den Planungen beteiligt. „Er ist ein leidenschaftlicher Diakon, der immer versucht hat die zwischenmenschliche Dimension dieses Dienes zu leben und klerikales Gehabe zu lassen“, erklärte Frank D. Niemeier. Die Gemeinde schenkte Trotier ein neues Diakon-Gewand, das er bereits im Pontifikalamt einweihen durfte. Niemeier dankte der Ehefrau Cordula, dass sie ihrem Mann durch eigenen Verzicht vieles ermöglicht hat. Dafür ließ er Blumen sprechen.

Zu den Gratulanten zum silbernen Weihejubiläum gehörten im besonders festlich geschmückten Pfarrheim neben verschiedenen Geistlichen und Ehrenamtlichen aus Letmathe und Umgebung auch Dr. Markus Mönig, Vorsitzender der Vorsitzender des Kirchenvorstandes und Carmen Jokisch von der Kolpingfamilie Letmathe. Sie dankten dem 66-jährigen Peter Trotier für seine vielfältigen Einsätze, guten Gedanken und Impulse und wünschten ihm, dass er weiterhin die christlichen Werte in der Gemeinde und in der Kolpingfamilie weiterträgt.

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