Heimatcrowd

Plötzlich machte es „Knack“

Luna Plum (oben) und Isabelle Kreisel (unten) hoffen mit ihrer Trainerin Sandra Thomas auf Spenden für ein neues Rhönrad.

Luna Plum (oben) und Isabelle Kreisel (unten) hoffen mit ihrer Trainerin Sandra Thomas auf Spenden für ein neues Rhönrad.

Foto: Torsten Lehmann

Letmathe.  Die Rhönrad-Turnerinnen des LTV hoffen in der Heimatcrowd auf Spenden für ein neues Sportgerät.

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Es geschah beim Knieumschwung. Als Luna Plum in der Nordfeldhalle gerade diese Übung oben auf dem Rhönrad turnte, machte es „Knack“ in den metallenen Ringen unter der 15-jährigen Letmatherin. Ohne dass sie etwas dafür konnte, geschweige denn, dass sie als Leichtgewicht für eine zu starke Belastung gesorgt hätte. „Das kann bei älteren Rädern schon mal passieren“, erklärt LTV-Trainerin und Abteilungsleiterin Sandra Thomas mit Blick auf das Turngerät aus den neunziger Jahren.

„Meine Trainerin hat mich dann vorsichtig mit dem Rad herunter gelassen“, konnte Luna zumindest für sich Entwarnung geben. Und auch das Rad ist nach dem Schweißen inzwischen wieder im Trainingsgebrauch. „Es ist dann allerdings leider immer nur eine Frage der Zeit, bis das wieder bei einem solchen Rad passiert“, macht Sandra Thomas deutlich. „Zudem wackelt und quietscht es jetzt immer und gibt komische Geräusche von sich“, ergänzt Luna, die auf dem Rad (Durchmesser 2,10 Meter) für den Deutschland-Cup trainiert, wie auch ihre Vereinskameradin Isabelle Kreisel. Dabei sind sie übrigens ziemlich erfolgreich, Isabelle steht derzeit auf Platz 10 der Westfälischen Rangliste, Luna sogar auf dem zweiten. Ein anderes der 19 Räder mit Größen zwischen 1,60 und 2,35 Meter können die beiden nicht für ihr Training verwenden. „Die richtige Größe hat das Rad, wenn man aufrecht darin steht und sich mit leicht angewinkelten Armen festhalten kann“, erklärt Sandra Thomas, warum zumindest die Kinder und Jugendlichen unter den 35 Turnerinnen zwischen sechs und 36 Jahren regelmäßig das Sportgerät wechseln müssen und niemand auch ein eigenes hat.

Da es zudem nur ein 2,10-Meter-Rad im Vereinseigentum gibt, hat sich die Trainerin an den Heimatversorger und die Heimatzeitung gewandt, um über die Heimatcrowd (Infos unter www.heimatcrowd.de) Spenden zu sammeln. 1300 Euro sind das Ziel, das nach gut einer Woche bereits zu 85 Prozent erreicht ist. „Wir haben fleißig im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis Werbung gemacht und Flyer in den Geschäften verteilt“, berichtet die Abteilungsleiterin.

200 Euro fehlen jetzt noch, gerne dürfen es aber auch noch einige mehr sein, denn das Rad kostet tatsächlich 1800 Euro. „Den Rest können wir theoretisch über Eigenmittel finanzieren, würden uns aber natürlich auch freuen, wenn wir durch weitere Spenden noch weitere Räder anschaffen können.“ Denn „Knack“ macht es leider immer wieder.

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