Steinbruch-Erweiterung

Politiker einstimmig gegen „Katastrophe für Letmathe“

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Letmathe/Iserlohn.  Am Ende und nach vielen Worten erhielten die zahlreichen Anwohner jenes Zeichen, das sie so sehr von ihren politischen Vertretern erwartet hatten:

Der Planungsausschuss verweigerte am Donnerstag das gemeindliche Einvernehmen der Stadt Iserlohn zur Erweiterung des Steinbruchs der Firma Hohenlimburger Kalkwerke auf Letmather Boden und damit auf Iserlohner Stadtgebiet. Die klare Botschaft wurde gleich am Freitag an die Stadt Hagen als zuständige Genehmigungsbehörde weitergeleitet.

Der einstimmigen Ablehnung der Pläne des Steinbruch-Betreibers waren zahlreiche Wortbeiträge vorangegangen. Unter anderem wiederholte ein Sprecher der Anwohner-Initiative die zahlreichen Argumente der Gegner der Erweiterung, die den Eingriff in die Landschaft für nicht hinnehmbar halten die und ihre Lebensqualität bedroht sehen. Der Erhalt relativ weniger Arbeitsplätze sei auch kein ausreichender Grund, den Plänen zuzustimmen, da zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch Abbaureserven für mehrere Jahre vorhanden seien. Gänzlich anders schätzte - kaum verwunderlich - ein Verbandssprecher der Steinbruch-Betreiber die Lage ein, der darauf verwies, dass die Absicherung des Abbaus durch die Erweiterung im gesamtwirtschaftlichen Interesse liege. Der Ausschuss, müsse sich überdies die Frage stellen, ob eine unrechtmäßige Verweigerung des gemeindlichen Einvernehmens nicht möglicherweise Haftungsansprüche an die Politiker nach sich ziehen könnte.

Eine Anmerkung, die sich der Verbandsvertreter besser gespart hätte. „Dass sie hier Lobbyismus betreiben, das ist ja in Ordnung, das ist ihre Aufgabe. Sie sollten uns aber nicht drohen“, empörte sich CDU-Ratsherr Hartmut Bogatzki und betonte, dass die Stadt Iserlohn alle zur Verfügung stehenden Mittel bis hin zur Klage ausnutzen werde, um die Steinbruch-Erweiterung zu verhindern, zumal auf Hohenlimburger Boden räumliche Alternativen vorhanden seien. Auch SPD-Fraktionschef Mike Janke zeigte sich kämpferisch und schloss sich der Auffassung der Verwaltung an, dass der Ausdehnung des Abbaugebiets aus Iserlohner Sicht planungsrechtliche Aspekte entgegenstünden.

Ganz deutlich formulierte es Michael Scheffler (SPD): „Für den Stadtteil Letmathe wäre eine Genehmigung der Erweiterung eine Katastrophe.“

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