Bartholomäusschule

Politikunterricht aus erster Hand

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag besuchte die Bartholomäusschule

Foto: IKZ

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag besuchte die Bartholomäusschule Foto: IKZ

Oestrich.  So macht Politikunterricht Spaß, denn wann ist schon einmal eine Bundestagsabgeordnete in einer Grundschule zu Gast, um den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort zu stehen?

Und so hatten die Mädchen und Jungen viele Fragen mitgebracht, um einiges über die Arbeit der SPD-Bundestagsabgeordneten Dagmar Freitag zu erfahren. Recht erstaunt waren die Schüler als sie erfuhren, dass sowohl Dagmar Freitag aus Oestrich kommt, als auch der SPD-Landtagsabgeordnete Michael Scheffler.

Die Idee zur Einladung der Politikern hatte Schülersprecher Marius Krenkel, der mit seiner Familie den Berliner Reichstag besichtigt hatte. Der Besuch im Deutschen Bundestag war durch das Büro von Dagmar Freitag organisiert worden. Im Vorfeld erfuhr Dagmar Freitag, dass die Bartholomäusschule ein eigenes Schulparlament hat, das sich aus den 20 Klassensprechern und -sprecherinnen zusammensetzt. Konrektorin Verena Heintz: „Das Schulparlament tagt einmal wöchentlich und es wird, wenn möglich, in die Entscheidungsfindung wenn es beispielsweise um die Schulhofgestaltung oder die Schulregeln geht, mit eingebunden“. Selbstverständlich kann auch das „Parlament“ Anträge stellen.

Bereits in den ersten Minuten zeigte sich Dagmar Freitag überrascht, welch profundes Politik-Basiswissen die Grundschüler haben. So konnten sie nicht nur die im Bundestag vertretenen Parteien nennen, sie wussten auch, wer die Bundeskanzlerin oder der Herausforderer von US-Präsident Obama bei der anstehenden Präsidentenwahl ist.

Die Schüler wollten unter anderem wissen, aus wie viel Sitzen sich der Deutsche Bundestag zusammensetzt oder seit wann es ihn gibt.

Viele Fragen drehten sich auch um die Arbeit von Dagmar Freitag. „Wenn ich in Berlin bin, dann hat mein Arbeitstag zwischen 10 und 12 Stunden. Ich nehme dann an den Sitzungen des Plenums und der Ausschüsse teil und im Anschluss geht es dann noch in mein Büro, um die eingegangene Post zu sichten“.

„Was für Post bekommen sie denn?“ lautete eine weitere Frage. „Überwiegend sind es Drucksachen, die ich lesen muss, damit ich mich bei Abstimmungen richtig entscheide“, so Freitag. Zudem arbeitet sie in Ausschüssen mit, sie ist Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und dort zuständig für die Vereinigten Staaten und Kanada. „Dann muss ich auch Reden verfassen, die ich im Plenum halte“.

Die Bartholomäusschüler waren verblüfft darüber, wie oft Dagmar Freitag unterwegs ist. So war sie in den vergangenen Wochen und Monaten mehrmals in Washington und wird dort auch am Abend der Präsidentenwahl sein. Weitere Themen waren ihre Arbeit in ihrem Wahlkreis, ihre Tätigkeit als Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag oder als Vizepräsidentin des Deutschen Leichtathletik Verbandes (DLV). Mit viel Beifall wurde sie am Ende von den Schülern verabschiedet.

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