Rettung

Probleme mit dem Rettungswagen am Marienhospital

Das Notarzteinsatzfahrzeug aus Letmathe fährt nicht mehr in Hohenlimburg.

Das Notarzteinsatzfahrzeug aus Letmathe fährt nicht mehr in Hohenlimburg.

Foto: Michael May

Letmathe/Hohenlimburg.   Hagen zieht Konsequenzen und kündigt Kooperationsvertrag. Gemeinsam genutztes Fahrzeug zuletzt häufiger ausgefallen

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Hagen freut sich über einen neuen Notarztwagen, offiziell „Notarzteinsatzfahrzeug“ (NEF). Es ist das dritte seiner Art und wurde Anfang Januar an der Wache Ost stationiert. Zum 1. Januar nämlich hat die Stadt Hagen den Kooperationsvertrag mit dem Letmather Marienhospital, der Stadt Iserlohn und dem Märkischen Kreis gekündigt. Zunächst mündlich.

Bislang war das seit dem Jahr 1999 gemeinsam finanzierte Fahrzeug am Marienhospital stationiert. Zuletzt nicht mehr zur vollen Zufriedenheit der Hagener Feuerwehr und der Leitenden Notärztin Dr. Katrin Hoffmann. Deshalb schreibt Feuerwehrchef Veit Lenke Anfang Dezember in einem „Brandbrief“, dass das Letmather NEF seit Anfang des Jahres 2018 immer mal wieder sporadisch und zum Jahresende symptomatisch ausgefallen sei. „Zu 90 Prozent war aber die Versorgung sichergestellt“, versichert Lenke auf Nachfrage dieser Zeitung. „Aber, wir haben die Gefahr erkannt und haben die Gefahr gebannt.“

Deshalb habe die Stadt Hagen nach einer internen Lösung gesucht und diese gefunden. Denn kurzfristig konnte bei einem bundesweiten Anbieter ein Fahrzeug angemietet werden. Dieses soll noch in diesem Jahr durch ein weiteres eigenes städtisches NEF ersetzt werden. „Die Stadt Hagen erhält drei neue Fahrzeuge“, weiß Dr. Katrin Hoffmann, Leitende Notärztin der Stadt Hagen.

Hintergrund für die Hagener Entscheidung, in Zukunft die notärztliche Versorgung der Bürger an Volme und Lenne im Alleingang zu gewährleisten, liegt in der Problematik der Besetzung des bislang an der Hagener Straße in Letmathe stationierten Notarztwagens.

Aus diesem Grund hat auch die Stadt Iserlohn zum Jahreswechsel ihre Konsequenzen gezogen und versorgt unter anderem das Stadtgebiet von Letmathe gegenwärtig „nur“ mit einem Rettungstransportwagen (RTW), der an der Feuerwache am Lennedamm stationiert ist und von dort zum Marienhospital fährt, um bei einem Einsatz den Notarzt abzuholen. Das Einsatzfahrzeug kommt aktuell zumindest vorübergehend nicht zum Einsatz. Iserlohns Feuerwehrchef Jörg Döring spricht von sieben oder acht Fällen, bei denen im Jahr 2018 das NEF am Marienhospital nicht besetzt werden konnte.

Personelle Probleme bei Fahrzeugbesetzung

Dass am Marienhospital personelle Probleme bei der Fahrzeugbesetzung aufgetreten seien, bestätigte auf Anfrage auch Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises.

Zurück nach Hagen. Dort ist es mit dem Einsatz des dritten Notarztfahrzeuges zu einer „großen Koalition“ der Hagener Kliniken gekommen. Denn seit Anfang Januar übernehmen die Notärzte des evangelischen Krankenhauses in Haspe den Löwenanteil der Dienste an der Wache Ost; das bedeutet aber auch eine Mehrarbeit für die Besatzungen (Fahrer und Notärzte) der beiden anderen Hagener Notarztwagen, die in Boele und am Allgemeinen Krankenhaus in Hagen stationiert sind. „Wir haben uns an einen Tisch gesetzt und nach einer Problemlösung gesucht. Die Zusammenarbeit der Hagener Krankenhäuser hat sich dabei als hervorragend erwiesen“, so Lenke, der natürlich weiß, dass diese Mehrbelastung für die Einsatzkräfte keine Dauerlösung sein kann. Aus diesem Grund soll personell nachgebessert werden.

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