Kultur

Pulsschlag der Heimat gefühlt

Stefan Keim in der Gaststätte Pollmeier

Foto: Manuela Radigk

Stefan Keim in der Gaststätte Pollmeier Foto: Manuela Radigk

Genna.   Der Kabarettist Stefan Keim überzeugt bei Pollmeier.

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„Jenseits von Woll“ – so lautete der Titel des Westfalen-Kabaretts von und mit Stefan Keim, das er am Freitag in der ausverkauften Kultur-Gaststätte Pollmeier präsentierte. Am Keyboard spielen, rezitieren, singen und dabei noch in verschiedene Rollen schlüpfen: Stefan Keim bewies, dass er ein vielseitig talentierter Künstler ist. „Mit diesem Programm trete ich erst zum zweiten Mal auf und muss daher noch einiges ablesen“, gab der Autor und Darsteller selbstkritisch im Gespräch mit der Heimatzeitung zu. Dem Publikum hat die Show sehr gut gefallen, was sich sowohl im Applaus als auch im stets wiederkehrenden Gelächter äußerte.

„Kennen Sie Rheinländer?“, „Gibt es hier vielleicht sogar Mischehen?“ Die Zuschauer wurden regelmäßig miteinbezogen, was das Programm sehr kurzweilig machte. Dabei zeigte Keim auch, dass er spontan lustig sein kann, als er fragte, ob es Bayern-Fans gibt und dann als bekennender Schalke-Anhänger zu der entsprechenden Person sagte: „Ahja, gleich richtig hingesetzt, mit dem Rücken zur Wand“.

Stichwort „spontan“: Die Darbietung zeichnete sich durch einen hohen Aktualitätsbezug aus. Kanzlerkandidaten, G20-Gipfel und Hagens Blitzer an der Lennetalbrücke spielten eine zentrale Rolle. Im Zuge dessen nahm Keim auch verschiedene Klischees aufs Korn. So ging es um die sauerländischen Männergesangsvereine, deren Werke mit orientalischen Tönen verfeinert wurden. Die Ideen zu dieser und zu vielen anderen Szenen kamen ihm durch andere literarische Werke, wie „Milchschaumschläger“, oder durch die Tageszeitung. Er aktualisiere das Programm regelmäßig, wobei das Finale aber immer gleich bleibe und in Letmathe spiele.

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