FDP-Parteitag

Schicksalsjahr endet mit furiosem Comeback

Markus Munkenbeck (re.) führt weiter den FDP-Stadtverband. Er präsentierte sich nach den Wahlen am Freitagabend mit dem neuen und erweiterten Vorstandsteam.

Markus Munkenbeck (re.) führt weiter den FDP-Stadtverband. Er präsentierte sich nach den Wahlen am Freitagabend mit dem neuen und erweiterten Vorstandsteam.

Foto: Stefan Drees

Letmathe.  Optimistische Grundstimmung herrscht beim Stadtverbandsparteitag der FDP vor, Markus Munkenbeck bleibt Vorsitzender.

Markus Munkenbeck wird auch in den kommenden zwei Jahren an der Spitze des FDP-Stadtverbandes Iserlohn stehen. Am Freitagabend beim ordentlichen Stadtverbandsparteitag im Bahnsteig 42 ist er mit 19 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung eindeutig in seinem Amt bestätigt worden. In seinem Rechenschaftsbericht sprach Munkenbeck von einem „Schicksalsjahr 2017“ für die FDP, an dessen Ende ein „furioses Comeback“ für die Liberalen auch vor Ort gestanden habe. Sicherlich sei das in großen Teilen ein Verdienst des „Aushängeschildes Christian Lindner“, aber im Stadtverband und auf Kreisebene sei ebenfalls gute Arbeit geleistet worden.

Munkenbeck dankte Detlef Köpke (Landtagswahl) und Michael Schulte (Bundestagswahl) für ihre engagierten Kandidaturen. Aber auch die Helfer beim Plakatieren und an den Wahlkampfständen hätten großes Engagement gezeigt. Munkenbeck dankte dem Kreisvorsitzenden Axel Hoffmann für die organisatorische Unterstützung in den Wahlkämpfen. Hoffmann fungierte am Freitagabend auch als Versammlungsleiter.

Alexanderhöhe hat für Munkenbeck keine Priorität

Der Weg aus dem „Tal der Tränen“ sei nun geschafft, meinte Munkenbeck, aber: Auch 2018 werde ein spannendes Jahr und noch sei ja die Gefahr einer erneuten Bundestagswahl nicht gebannt. Erfreulich, so der Stadtverbandsvorsitzende, sei auch die Mitgliederentwicklung vor Ort. 2017 habe es zehn Eintritte gegeben, im noch jungen Jahr 2018 bereits drei weitere, aktuell zähle der Stadtverband 55 Mitglieder.

Zur Politik vor Ort sagte Munkenbeck, dass der Bau einer Sporthalle in Hennen und die Investitionen in Bildungseinrichtungen Vorrang vor dem Bau einer Festhalle an der Alexanderhöhe hätten. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Detlef Köpke ergänzte in seinem Rechenschaftsbericht, dass bei den Plänen für die Alexanderhöhe die Rechte des IBSV gewahrt bleiben müssten, genauso wie die Belange der Anwohner. Und im Interesse der Stadt müsse am Ende auch die Wirtschaftlichkeit eines entsprechenden Projektes gegeben sein. Es sei der richtige Weg, zunächst ein aussagekräftiges Nutzungskonzept zu erarbeiten.

Köpke ging auch auf das geplante Café an der Lenne in Letmathe ein. Er sehe darin weiterhin mehr Chancen als Risiken. Letmathe könne mit so einem Angebot auch Besucher von außen anziehen. Für 2018 nannte Köpke die Umbaupläne rund um den Schillerplatz, das Fortschreiten des Baus der zweiten Gesamtschule am Seilersee aber auch die Neubesetzung der Position des Stadtmarketingleiters als wichtige Themen. Iserlohn sei eine lebenswerte Stadt, die ihre Stärken herausstreichen und sich auch nach außen gut positionieren müsse. Die Dauernörgler, auch die in den sozialen Medien, dürften nicht die Meinungshoheit gewinnen.

Gewerbeflächenpolitik und Haushaltskonsolidierung

Wichtige FDP-Themen, so Köpke, würden die Haushaltskonsolidierung und die Gewerbeflächenpolitik bleiben. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit den Freien Demokraten in Hemer, aber auch in Menden.

Zu den weiteren Vorstandswahlen: Neuer stellv. Vorsitzender des Stadtverbandes ist Hendrik Schulte, er folgt damit auf seine Mutter Barbara Schulte. Im Amt des Schatzmeisters wurde Jürgen Schulte bestätigt. Erstmals wurden sechs Beisitzer gewählt, mehr als bislang. Markus Munkenbeck hatte zuvor für diesen Schritt geworben. Ziel sei es, die Vorstandsarbeit künftig auf mehr Schultern verteilen zu können. Als Beisitzer gewählt wurden: Barbara Schulte, Katja Siwek, Manuela Turk, Dr. Bernd Volker Dresp, Frank Redottée und Isabell Kamp, die zugleich auch die Position der Schriftführerin bekleidet. Für die Wahl zum Kreisvorstand wurde Thomas Stenger nominiert.

Theodor-Heuss-Medaillefür Rita Heydt

Guilherme Kübler, Kreis- und Bezirksvorsitzender der Jungen Liberalen, berichtete, dass es auch bei der FDP-Nachwuchsorganisation einen Aufwärtstrend zu verzeichnen gebe, nachdem die letzten Jahre nicht gerade rosig verlaufen seien. Teilweise, so Kübler, sei es sogar schwierig gewesen, die formalen Strukturen der Julis in der Region aufrecht zu erhalten. Zuletzt habe es aber wieder eine erfreuliche Anzahl von Neueintritten gegeben. Markus Munkenbeck nahm die Nachricht vom Aufwärtstrend bei den Julis zum Anlass für die Frage, ob es nicht möglich sei, auch wieder einen Ortsverband der FDP-Nachwuchsorganisation zu gründen. Partei-Senior Dr. Hans-Hermann Lambracht regte in diesem Zusammenhang gemeinsame Sitzungen von FDP und Julis an.

Auch eine Ehrung gab es beim Stadtverbandsparteitag: Markus Munkenbeck und Detlef Köpke gratulierten Rita Heydt für 40-jährige Mitgliedschaft in der FDP, es gab auch Blumen. Kreisvorsitzender Axel Hoffmann überreichte Rita Heydt zudem die Theodor-Heuss-Medaille in Silber.

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