Lenneradweg

Sicher und attraktiv soll er sein

CDU und ADFC vor Ort an der Lenne: Die Voraussetzungen in der Nahmer sind mit denen vergleichbar, wie sie am Letmather Lenneufer herrschten, bevor der Radweg entstanden ist.

CDU und ADFC vor Ort an der Lenne: Die Voraussetzungen in der Nahmer sind mit denen vergleichbar, wie sie am Letmather Lenneufer herrschten, bevor der Radweg entstanden ist.

Foto: Stefan Janke

Letmathe/Hohenlimburg.   Christdemokraten aus Letmathe und Hohenlimburg haben sich in der Nahmer getroffen und Ideen des ADFC zum Lenneradweg aufgenommen.

Schulterschluss am Lenneufer: Christdemokraten aus Letmathe und Hohenlimburg haben sich an der Hohenlimburger Lollo-Brücke getroffen, um sich zum Sachstand der Fortführung des Lenneradweges von Letmathe nach Hohenlimburg auszutauschen. Denn während auf Letmather Seite der Radweg bald fertiggestellt sein wird, dreht sich die Diskussion noch immer über den Anschluss und die Streckenführung, bei der verschiedene Modell in der Diskussion sind.

Nicht an der Straße sondern in der Natur nah am Fluss

Am Mittwoch stellten Vertreter der ADFC-Ortsgruppe Hagen weitere Möglichkeiten zur Streckenführung vor. Grundsätzlich gilt sowohl für die Christdemokraten als auch den ADFC, dass der Radweg verkehrssicher und attraktiv sein soll. Und da kommen sie den Interessen der Hagener Planer in die Quere. Die wollen nämlich – im Rahmen eines ganzstädtischen Konzeptes – die Radwege straßennah führen. Ganz anders stellen es sich an dieser Übergangsstelle aber die CDU- sowie ADFC-Mitglieder vor. „Hier rund um die Lollo-Brücke, ist Industriegebiet, hier fahren ständig große Lkw, eine Gefahrenquelle für Radfahrer“, erklärt Peter Leisten von der CDU Hohenlimburg.

Dabei könne der Radweg hier durchaus an der Lenne entlang weitergeführt werden, so die Ausfassung der Politiker. Die Nähe am Fluss direkt in der Natur, dies sei eine der Stärken des Lenneradweges, so die einhellige Meinung.

Lothar Heinze, aktiver Radfahrer im ATS Nahmer, hat nun die Idee, einen Fuß- und Radweg auf dem rechtsseitigen Uferbereich anzulegen. An der rechten Uferseite der Lenne im Bereich der Brücke befinde sich bereits einen Trampelpfad, ähnlich wie beim Vollmeweg in Eckesey, so Heinze. Dieser sei allerdings nicht durchgängig begehbar, da an einem Abschnitt teilweise die Werksbebauung von Thyssen-Krupp bis ans Ufer reicht. Für diesen Abschnitt käme auch eine Stelzenlösung infrage, die aber bei weitem nicht so lang wäre, wie bei der früheren, linksseitigen Variante. Zusätzlich wäre ein Fuß- und Radwegbrücke im Bereich der Eisenbahnbrücke auf die linke Lenneseite in Richtung Langenkampstraße zu erstellen. Von dort aus sei dann die Innenstadt schnell zu erreichen.

Die Vorteile der Strecke beschreibt Heinze wie folgt: Öffnung des Uferbereichs der Lenne, kein Konflikt mit dem Auto- und Lkw-Verkehr, keine Bahnübergänge, idyllische Uferbereiche vor einer Industriekulisse und der Blick auf „Klein Venedig“. Die Gesamtstrecke würde etwa 1900 Meter betragen.

Thema weiter im Fokus halten und Druck machen

Dieser Vorschlag stieß bei den Politikern auf offene Ohren. „Im Rahmen der Regionale könnten dazu sogar Fördermittelbeantragt werden“, riet Iserlohns CDU-Fraktionschef Fabian Tigges. Und Karsten Meininghaus, Vorsitzender der Letmather Ortsunion, ergänzte: „Wir müssen weiterhin Druck machen und das Thema im Fokus behalten, damit sich hier endlich etwas tut.“

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