Ganz neue Erfahrungen in der Höhle

"Sograett": Tanz und die Klänge von Saxophonen

Foto: IKZ

Grüne. Es war Kunst. Für den einen oder anderen vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber sicherlich für alle eine ungewöhnliche und spannende Erfahrung.

Was Wiebke Harder und Claudius Reimann als „Sograett” am Freitag in der Dechenhöhle auf das felsige Parkett zauberten, ist so nicht jeden Tag in heimischen Gefilden zu sehen. Claudius Reimann an Sopran, Tenor- oder Baritonsaxophonen intonierte Improvisationen getragen von formgebenden Bausteinen. Wiebke Harder erkundete dazu mit ihrem Tanz die Höhle im Rhythmus der Musik. Anfangs eingehüllt in einen roten Kokon erschien sie schließlich in strahlend weißem Kostüm und ließ sich auf ein harmonisches Zusammenspiel mit den Saxophonen ein. Gegenseitig dirigierten sich Harder und Reimann und nutzten dabei die Weite der Höhle. Die Treppen ging es wagemutig hoch und runter, teilweise schnippten sich die Künstler durch völlige Stille hinweg zu. Mal verstummte das Saxophon, so dass nur das Atmen der Tänzerin zu hören war, dann wieder dominierte die Musik mit durchdringenden, atmosphärischen oder heiter beschwingten Klängen.

Den Ausgangspunkt bildete immer die Bühne, auf der sich Wiebke Harder zum Schluss des Konzertes wieder in ihren roten Kokon einrollte und so den Zyklus unter resignierenden und klagenden Lauten des Saxophone schloss. Claudius Reimann spielte weiter und wanderte durch die Höhle. Spontan folgte ein Großteil der Besucher. „Das war so gar nicht geplant” stellte Wiebke Harder mit Überraschung fest. Natürlich folgte lang anhaltender Applaus und eine Besucherin meinte: „Da hätte ich mich am liebsten zugestellt und mitgemacht.”

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