Neubau

Spatenstich macht Oestricher froh

Jahrelang haben die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Oestrich auf diesen symbolträchtigen Akt warten müssen: Den ersten Spatenstich für das neue Gerätehaus.

Foto: Oliver Bergmann

Jahrelang haben die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Oestrich auf diesen symbolträchtigen Akt warten müssen: Den ersten Spatenstich für das neue Gerätehaus.

Oestrich.   Dr. Peter Paul Ahrens gab zum Baustart des Feuerwehr-Gerätehauses einen aus. Löschgruppe Oestrich soll zum Jahresende umziehen können.

„Es ist ein spätes, aber deutliches Zeichen, dass wir den ehrenamtlichen Einsatz für die Allgemeinheit zu schätzen wissen.“ Freude, vielmehr aber Erleichterung schwangen in diesen Worten von Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens mit. Er sprach sie am Samstagnachmittag, kurz bevor er gemeinsam mit Christian Braun und Jens Bode von der freiwilligen Feuerwehr Oestrich und Feuerwehr-Chef Jörg Döring seinen Spaten in den Boden an der Stennert stach.

Es war der symbolische Auftakt zum Bau des neuen Gerätehauses für die Oestricher Feuerwehr. Und der BM hat nicht vergessen, wie lange darum gerungen wurde. Im Jahr 2009 kam die Diskussion auf. „Damals wurde der VfL Wolfsburg Deutscher Meister und Barack Obama zum Präsidenten der USA vereidigt. Amerika hat längst einen neuen Präsidenten, Wolfsburg schwebt in Abstiegsgefahr, aber wir sind am Ziel.“

Jahrelange Hängepartie ist aus Köpfen noch nicht raus

Gut 100 Augenzeugen, interessierte Bürger, Politiker und Abordnungen aus jeder Löschgruppe der Stadt kamen auf die tiefe Wiese, um sich mit den Mitgliedern der Oestricher Wehr zu freuen. Bei einigen hatte der quälend lange Entscheidungsprozess aber Spuren hinterlassen: „Hauptsache, hier entsteht kein zweiter BER“, war zu hören. Das ist vielleicht zu schwarz gemalt, aber die erste Verzögerung ist schon eingetreten. Mit dem Bau des rund eine Million Euro teuren Gerätehauses sollte bereits vor einigen Wochen begonnen werden, dann aber ließ der Winter nochmal seine Muskeln spielen. Löschgruppenführer Christian Braun blickte lieber vorwärts. „Dass es jetzt endlich losgeht, hilft uns sehr, denn wir haben zur Zeit einen großen Zulauf und wissen gar nicht, wo wir unsere Mitglieder unterbringen sollen.“ Der Grillstand ist auf die Dauer keine Lösung. Dort versorgten seine Kameraden die Gäste mit Gratis-Kaltgetränken und Bratwurst – die Kosten übernahm die Stadt.

Friedhelm Siegismund freut sich auf das Osterfeuer

Und noch jemand wirkte erleichtert und froh: Friedhelm Siegismund. Der Vorsitzende des Heimatvereins Ortsring Oestrich erhielt wenige Tage vor dem kleinen Festakt grünes Licht für das Osterfeuer. Zumindest für dieses Jahr ist der Brauch damit gesichert. Unbehandeltes Holz darf auch schon angeliefert werden. Wie es um die Zukunft der Veranstaltung bestellt ist, vermochte er noch nicht zu sagen. „Wir werden im Gespräch bleiben.“ Der Haken sei, dass das Feuer nur im Abstand von 100 Metern Entfernung zum nächsten Gebäude und von 20 Metern zur nächstgelegenen Hecke abgebrannt werden dürfe.

Noch vor Jahresfrist soll das teilweise unterkellerte Gebäude bezugsfertig sein. Der Löschgruppe Oestrich gehören aktuell 29 Mitglieder an, im Bestand sind ein Einsatzleitwagen und ein Löschgruppenfahrzeug (LF).

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