Bildung

Spielend lernen im Sprachcamp

Mehr als 30 Kinder erlebten spannende Herbstferien im Wald an der Humpfert.

Mehr als 30 Kinder erlebten spannende Herbstferien im Wald an der Humpfert.

Foto: Oliver Bergmann

Letmathe.   Stadt und Waldschule fördern Grundschulkinder auf besondere Weise.

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„Wir haben gelernt, wie die Bäume heißen, dass Buchen eine glatte und Eichen eine raue Rinde haben und welches Blatt von welchem Baum gefallen ist. Und ganz viel spazieren gegangen sind wir auch.“ Der achtjährige Jovan besucht die Iserlohner Südschule, wenn keine Ferien sind. Jetzt hatte er zwei Wochen Herbstferien und trotzdem ging er zur Schule – in die Waldschule des Märkischen Kreises an der Aucheler Straße.

Die richtete in Kooperation mit der Stadt Iserlohn zum mittlerweile elften Mal ihr Sprachcamp aus, in dem mehr als 30 weitere Kinder spielerisch an ihren Deutschkenntnissen feilten und allerhand neu erworbenes Wissen über den Wald und die Tiere, die in ihm leben, mit nach Hause nahmen. Hunderte Schüler vor ihnen erlebten und lernten Ähnliches, und trotzdem war das Sprachcamp 2018 in gewisser Hinsicht einzigartig. „In der ersten Ferienwoche war es eher ein Sommercamp. Da haben wir T-Shirts im Wald getragen und geschwitzt. So etwas habe ich noch nicht erlebt“, erzählte die Heilpädagogin Jutta Finkeldei, Leiterin des Sprachcamps.

Es wurde gemeinsam gekocht, natürlich miteinander gegessen und auch wieder ein Waldheft gestaltet, das die Informationen beinhaltet, die den Kindern beigebracht wurden. Die Wurzeln ihrer Familien liegen in der Türkei, in Syrien, dem Libanon oder in Thailand. Sie entdeckten zudem einige Tiere, die im Wald zuhause sind.

„Allerdings haben wir wegen der trockenen Böden nicht so viele Tiere entdeckt“, sagte Krista Krampe, die an der Südschule unterrichtet. Dort trifft sie am Montag viele Schüler aus dem Sprachcamp wieder. Die Herbstferien sind vorbei. Die weiteren Schüler gehen wie gewohnt zur Burgschule und zur Grundschule Im Wiesengrund.

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