Naherholung

Spielplatz der eigenen Kindheit

„Hier habe ich schon als Kind geschaukelt“ – CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak fühlt sich im Erholungsgebiet Dröschede wie Zuhause.

„Hier habe ich schon als Kind geschaukelt“ – CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak fühlt sich im Erholungsgebiet Dröschede wie Zuhause.

Foto: Michael May

Dröschede.  Paul Ziemiak kündigt Unterstützung für die Modernisierung des Naherholungsgebietes an.

Für Paul Ziemiak war es eine Reise in die Vergangenheit. „Hier habe ich als Kind immer gespielt“, sagt er gestern, als er auf Einladung des Heimatvereins Dröschede das dortige Naherholungsgebiet besuchte. Aufgewachsen ist der heutige CDU-Generalsekretär in Gerlingsen, und von dort aus sei es oft zu Fuß nach Dröschede gegangen. Die Verbindung ist nie abgerissen und hält trotz seiner Tätigkeit in Berlin an: Ziemiak ist Mitglied im Förderverein der Anlage und geht regelmäßig mit seinem Nachwuchs nach Dröschede: „Es gefällt mir gut hier.“

Die enge Verbindung des Gerlingser Jungen mit dem Spielplatz war auch der Grund für die Einladung. Ilona Höche, Vorsitzende des Heimatvereins Dröschede, der das Naherholungsgebiet betreibt, hatte Ziemiak eingeladen, um ganz allgemein über derartiges ehrenamtliches Engagement ins Gespräch zu kommen, aber auch um über eine konkrete Unterstützung bei der dringend erforderlichen Modernisierung des Spielplatzes zu sprechen.

Bei rund 10.000 Euro liegen die Kosten jährlich für den Betrieb. Rund 2500 Euro kommen über den Förderverein in die Kasse, auch die Stadt unterstützt, die größten Einnahmen erzielt der Heimatverein aber über Sponsoren – allen voran der Firma Medice – sowie über die Vermietung der Grillhütte. „Das Naherholungsgebiet wird intensiv genutzt“, sagt Ilona Höche – und zwar nicht nur von den Kindern in Dröschede, sondern von Kindergärten und Schulen aus ganz Iserlohn.

Daher hofft der Verein nun auch auf Unterstützung. Denn im Kampf gegen Vandalismus und durch immer wieder anstehende Fällungen von Gefahrenbäumen nach Stürmen käme der Verein kräftemäßig und finanziell schnell an die Grenzen, wie Schatzmeisterin Melanie Tierling und Wolfgang Helmering, der den Park betreut, erklärten. Aktuell gehe es aber um den „Charme der 70er und 80er Jahre“, der den in die Jahre gekommenen Spielplatz auszeichne. „Hier muss dringend etwas getan werden“, sagt Ilona Höche und trifft dabei bei Paul Ziemiak auf offene Ohren, dem nicht verborgen geblieben ist, dass die Anlage seit seiner Kindheit durchaus Federn gelassen hat. Die Seilbahn, das Wasserbecken und auch das große Trampolin – einige Top-Attraktionen – mussten schon abgebaut werden.

Eine Modernisierung der Spielgeräte, um den Platz wieder attraktiver zu machen, ist aber sehr kostspielig und kann vom Verein nicht getragen werden. Paul Ziemiak will sich sich nun in Berlin darum kümmern, welche Fördermittel hier in Betracht kommen und wie man sie für neues Spielgerät locker machen kann. Grundsätzlich regt er aber auch an, ein neues Finanzierungskonzept zu erstellen, damit der Heimatverein bei den steigenden Belastungen nicht so schnell an die Grenzen stößt.

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