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Stars, Hits und beste Stimmung

Eine bestens gelaunte Truppe: Die Mitglieder des Schlagerclubs Dröschede fiebern ihrem großen Abend am 5. Mai entgegen.

Eine bestens gelaunte Truppe: Die Mitglieder des Schlagerclubs Dröschede fiebern ihrem großen Abend am 5. Mai entgegen.

Foto: Oliver Bergmann

Dröschede.   Der Schlagerclub Dröschede steckt in den Vorbereitungen zu seinem Frühlingsfest.

Spätestens jetzt vergeht die Zeit noch einen Tick schneller: Am Samstag, 5. Mai, also in nicht einmal mehr einem Monat, schlägt wieder die große Stunde der Schlagermusik: Der Schlagerclub Dröschede feiert sein Frühlingsfest. Und die Clubmitglieder legen sich mächtig dafür ins Zeug, den Gästen in der Turnhalle Im Hütten eine tadellose Playback-Show zu präsentieren.

Jeden Donnerstag treffen sie sich im VHS-Pavillon an der Rauhen Hardt zur Probe. Auch vorgestern war der Raum wieder voll. Reinhard Armrich gab als Tontechniker das Startsignal für seine Vereinskameraden, die auf der fiktiven Bühne stehen oder am Schlagzeug sitzen und Mikrofone, Gitarren oder auch mal ein Saxofon in der Hand halten. „Es geht ja nicht nur darum, die Lippen synchron zum Gesang zu bewegen. Das Gesamtbild muss stimmen“, sagt Schatzmeisterin Renate Birne und nennt ein Beispiel: „Ein großgewachsenes Mitglied aus unseren Reihen kann keinen kleinen, dicken Künstler imitieren.“

Den Bart wachsen lassen, dem Star ähnlich sehen

Zudem greift der Schlagerclub auf verschiedene Accessoires wie Perücken oder Kostüme zurück. Wenn sich das Mitglied dann noch typische Bewegungsmuster des jeweiligen Stars zu eigen macht, ist das die halbe Miete für eine unterhaltsame Show. Wolfgang Eske geht in dieser Hinsicht mit besonders gutem Beispiel voran: Er lässt sich einen Bart wachsen, um dem Original ähnlicher zu sehen. Um wen es sich handelt, verrät er nicht. Das Programm mit den Titeln für den 5. Mai wird streng geheim gehalten. Nur soviel wird verraten: Mindestens 28 Lieder sind geplant.

Die Truppe ist mit Begeisterung dabei – und das zum Teil schon seit 15 Jahren. Die Vorsitzende Bettina Kenkel erinnert sich: „Damals sind die Vorstände der Ortsvereine aufgetreten, um die Leute zu bespaßen. Das war eine reine Juxveranstaltung, aber sofort war klar, dass die Sache eine Zukunft hat. Zweimal im Jahr lädt der Schlagerclub zu sich ein. In der Adventszeit gibt es die Weihnachtsrevue und das Frühlingsfest dann, wenn die Natur zu neuem Leben erwacht. Mit gelegentlichen Gratis-Auftritten in Altenheimen kommt der Verein auf etwa acht Veranstaltungen pro Jahr. Die vielen Engagements auf privaten Geburtstagsfeiern sind noch nicht mitberechnet. „Eben weil wir übers Jahr verteilt immer wieder auftreten, unterbrechen wir auch nicht unseren Probenrythmus. 26 Mitglieder zwischen 20 und 86 Jahren sind dabei.

Eben noch Stühleschlepper, jetzt schon auf der Bühne

Mit seinen 23 Jahren gehört Mark Rodehüser zu den Jüngsten. Er feiert beim bevorstehenden Frühlingsfest seine Bühnenpremiere, obwohl er schon eine ganze Weile dabei ist. „Anfangs hatte ich beim Stühleschleppen geholfen. Dann hieß es ,kannste mal dies und mal das machen’ und jetzt singe ich auch noch.“ Zu Künstler und Titel schweigt er und lächelt. Mit Gerd Stück hat der Schlagerclub sogar einen echten Sänger in seinen Reihen. Früher stand er mit der Gruppe Nightbirds auf den Bühnen der Region. Sein damaliger Bandkollege Dieter Kuschmann ist bereits verstorben, Reinhard Arnrich holte ihn 2011 zum Schlagerclub – wo er sich wohlfühlt. „Schlager höre und singe ich sowieso gerne.“ Auch sein Namensvetter Gerd Westesen nimmt gerne das Mikrofon zur Hand – um zu singen, vor allem aber, um durch den Abend zu führen. „Ich bin stolz darauf, moderieren zu dürfen.“ Dass das kein Lippenbekenntnis ist, bewies er bei der jüngsten Probe eindrucksvoll.

Auch der Donnerstagabend ging nicht vorüber, ohne dass über die Gaststätte Potthoff gesprochen wurde. In der Vergangenheit trat der Schlagerclub auf – sogar an zwei Abenden. „Wir hatten zuletzt gut 180 Besucher. Die passten natürlich nicht alle gleichzeitig in den Saal“, erklärte Renate Birne. Im Hütten sei für sie Platz genug. Deshalb bleibt es auch bei einem Auftritt.

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