Sternsinger

Sternsinger bringen den Glanz nach Letmathe und Oestrich

Die Sternsinger St. Kilian sind durch die Straßen gezogen.

Foto: Manuela Radigk

Die Sternsinger St. Kilian sind durch die Straßen gezogen. Foto: Manuela Radigk

Letmathe.   Insgesamt 16 Gruppen starteten gemeinsam am Kiliansdom. Die Aktion ist bereits im sechsten Jahr ökumenisch

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Passend zum 6. Januar, dem „Dreikönigsfest“, war es in Oestrich und Letmathe am Samstag wieder so weit: 55 Kinder zogen als Sternsinger von Haus zu Haus, um Segen zu bringen und gleichzeitig Gutes zu tun. Angelehnt ist die Aktion an die biblische Geschichte rund um die drei Weisen aus dem Morgenland – Casper, Melchior und Balthasar. Darin heißt es, dass die Drei dem Stern nach Bethlehem gefolgt sind, um Jesus zu finden.

Die Sterne der 16 Gruppen, die am Kiliansdom starteten, waren in diesem Jahr mit einem zusätzlichen Lämpchen versehen und leuchteten dadurch besonders hell. Daneben hatten die Mädchen und Jungen Kreide und Aufkleber im Gepäck, die zuvor in einem Aussendungsgottesdienst geweiht wurden.

Der Segensspruch für die Türen der Menschen lautete „20*C+M+B+18“. Während die umrahmenden Zahlen generell das aktuelle Jahr meinen, bedeuten die Buchstaben „Christus Mansionem Benedicat“ („Christus segne dieses Haus“). Als Dank für den Segen erhielten die Kinder Spenden, meist Süßigkeiten und Geld.

Während ein Teil der Schokolade für die CariTasche in Letmathe bestimmt ist, gehen die Spendengelder jeweils zur Hälfte an Kinder in Indien und weltweit, die keine Schule besuchen können, und an die Partnergemeinde des Pastoralverbunds Letmathe in Namibia.

„Es kommt aber längst nicht mehr nur auf das Geld an. Viel wichtiger ist an der Aktion, dass Kinder anderen Kindern helfen“, sagte Pastor Hubert Olbricht, der das Ganze mit seinem Team rund um Pastorin Birgitt Johanning und Angelika Hundshagen organisiert hatte. „Bereits seit sechs Jahren ist dieses Projekt in unserer Gemeinde ökumenisch angelegt, so dass sich katholische wie evangelische Kinder, meist im Alter zwischen acht und 13 Jahren, auf den Weg machen“, erzählte Angelika Hundshagen im Gespräch mit der Heimatzeitung. Jugendliche blieben aber ebenfalls mit der Aktion verbunden und seien häufig dann als Betreuer aktiv.

Kinobesuch rundet einen gelungenen Tag ab

Da es in rund fünf Stunden kaum möglich ist, jedes Haus in Letmathe und Oestrich aufzusuchen, war es notwendig, sich im Vorfeld für einen Besuch anzumelden. Dies wurde von zahlreichen Haushalten gemacht, was die Beliebtheit des Projekts demonstriert. „Wir möchten uns bei allen Kindern herzlich bedanken und werden noch zusammen ins Kino gehen. Für die Betreuer und Organisatoren veranstalten wir an einem zweiten Termin ein gemeinsames Essen“, fasste Pastor Olbricht zusammen, der sich schon jetzt auf die nächste Sternsinger-Aktion im kommenden Jahr freut.

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