Saalbau

Über eine Million Euro fließen für den Saalbau

Der Saalbau in Letmathe soll als Veranstaltungszentrum bis 2020 in drei Abschnitten innen und außen gründlich renoviert werden. Geplanter Auftakt ist im Sommer 2018.

Der Saalbau in Letmathe soll als Veranstaltungszentrum bis 2020 in drei Abschnitten innen und außen gründlich renoviert werden. Geplanter Auftakt ist im Sommer 2018.

Foto: Michael May

Letmathe.   Die Stadt Iserlohn und der Saalbau-Verein wollen den Veranstaltungsbau in Letmathe von 2018 bis 2020 modernisieren.

Die marode Parkhalle in Iserlohn ist dicht wegen Einsturzgefahr, da bekommt der Saalbau in Letmathe für Veranstaltungen eine noch größere Bedeutung. Seit zehn Jahren schon sondiert die Stadt, wie der Saalbau attraktiver gestaltet werden kann. Am Dienstagabend hat der Stadtrat beschlossen, das Bauwerk innen und außen gründlich zu modernisieren.

Über 1,1 Millionen Euro sollen von 2018 bis 2020 fließen, um den Saalbau in drei Abschnitten aufzumöbeln. Der Auftakt soll möglichst im kommenden Sommer erfolgen, wenn der Saalbau für acht Wochen geschlossen ist. Um Nebenräume einschließlich Lager und Toiletten zu sanieren, kalkuliert die Stadt mit rund 245 000 Euro.

Der Große Saal wird 2019 renoviert

In der zweiten Bauphase geht es 2019 an den Großen Saal und die Bühne. Knapp 600 000 Euro stehen dafür als Investition zur Debatte. Im dritten Schritt sollen 2020 dann Fassade und Außenanlagen mit rund 240 000 Euro erneuert werden. Das Dach hingegen ist nach aktueller Einschätzung noch in Ordnung und steht frühestens in zehn Jahren zur Sanierung an.

Eine erste Etappe zur Renovierung des Saalbaus gab es bereits 2015/2016. Damals wurden der kleinere Bürgersaal und das Foyer neu gestaltet. Die Entscheidung für die nächsten Abschnitte stammt vom September 2016, als der Planungsausschuss des Stadtrats dafür votierte, ein Konzept für Planung und Finanzierung der nächsten Abschnitte in die Wege zu leiten. Regie bei der Neugestaltung führt das Architekturbüro „Brill + Göcking“, Bauherr ist der Verein „Städtischer Saalbau e.V.“, der seit 1966 die Federführung im Gebäude hat.

Finanzierung durch Stadtund Saalbau-Verein

Der Verein hat den Saalbau von der Stadt gepachtet – genauer gesagt: vom Kommunalen Immobilien-Management (KIM) – und bewirtschaftet ihn in eigener Verantwortung. Im Vorstand des Vereins sind wiederum zur Hälfte Vertreter aus städtischer Verwaltung und Politik. Diese Konstruktion bewirkt auch eine besondere Art der Finanzierung. Von den etwa 1,1 Millionen Euro fällt ein Anteil von rund 820 000 Euro auf den Verein. Um die Finanzierung zu regeln, gewährt die Stadt Iserlohn dem Saalbau-Verein ein Darlehen.

Technischer Knackpunkt bei der Renovierung: Die abgehängte Stuckdecke im Großen Saal ist schlecht einsehbar. Im Frühjahr sollen „Revisionsöffnungen“ vom Dach aus installiert werden, um Decke regelmäßig prüfen zu können.

Renovierung in Etappen, um Betrieb zu wahren

In der Sitzung des Stadtrats am Dienstagabend im Rathaus stimmten die Fraktionen einhellig für die Investitionen in den Saalbau. Eine Diskussion darüber gab es nicht. In einer gemeinsamen Stellungnahme vom Mittwoch begrüßten die CDU-Fraktion im Rat und die CDU in Letmathe den einstimmigen Beschluss . „Wir müssen als Stadt die richtigen Antworten auf die Bedarfe vor Ort geben“, erklärte Karsten Meininghaus, Vorsitzender der Letmather Ortsunion. Die Renovierung in Abschnitten über drei Jahre soll gewährleisten, dass der Saalbau nicht über einen längeren Zeitraum geschlossen werden müsse.

Betreiberin im Saalbau ist seit September 2017 Jana Fritzsche – als Nachfolgerin von Helmut Bathe, der zuvor 36 Jahre lang den Saalbau leitete. Jana Fritzsche lenkt mit ihrem Lebensgefährten Bernd Hegemann seit Jahren auch Gastronomie und Veranstaltungen im Parktheater, ebenso im Restaurant Hacienda sowie in der Parkhalle, die Ende 2017 geschlossen werden musste.

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