Verfahren eingestellt

Umweltsünder vom Honsel in Letmathe nicht mehr zu ermitteln

Sondereinsatz im Januar – Umweltsünder haben am Honselweg in Letmathe giftige Chemieabfälle abgeladen. Die Staatsanwaltschaft hat die Unbekannten nicht identifizieren können (Archivfoto).

Sondereinsatz im Januar – Umweltsünder haben am Honselweg in Letmathe giftige Chemieabfälle abgeladen. Die Staatsanwaltschaft hat die Unbekannten nicht identifizieren können (Archivfoto).

Foto: Cornelia Merkel / IKZ

Letmathe.  Es war eine große Schweinerei – trotzdem scheinen die Umweltsünder vom Honsel ungestraft davonzukommen.

Die Staatsanwaltschaft Hagen hat die Ermittlungen bezüglich der am Honselweg illegal abgeladenen Industrieabfälle eingestellt. Das teilte ein Sprecher auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Im Januar hatte die Feuerwehr auf einem dortigen Privatgehöft mehrere Behälter mit Feststoffen sowie flüssigen Substanzen in Tüten, Plastikgebinden und Fässern sichergestellt. Untersuchungen hätten ergeben, dass es sich tatsächlich um Hinterlassenschaften aus der Galvanikindustrie gehandelt hat, erklärt die Staatsanwaltschaft. Der Betrieb, von dem die Fässer ursprünglich stammen, existiere aber schon seit geraumer Zeit nicht mehr.

Nur einen Tag zuvor hatte es in Altena einen ähnlichen Fund gegeben: An der Fuelbecker Talsperre hatten Umweltsünder mehrere Fässer mit Chemikalien entsorgt, darunter Salzsäure und eine Natriumhydroxid-Lösung. Teilweise waren die Behälter bereits ausgelaufen.

Die Feuerwehr rückte in beiden Fällen mit einer Einheit zur Sicherung gefährlicher Substanzen aus und transportierte diese ab. Die Staatsanwälte haben inzwischen die Hoffnung aufgegeben, die unbekannten Verantwortlichen noch dingfest zu machen.

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