Lennepromenade

Vorsicht vor dem Riesenbärenklau!

Giftiger Riesenbärenklau an der Lennepromenade

Foto: Helmut Rauer

Giftiger Riesenbärenklau an der Lennepromenade Foto: Helmut Rauer

Letmathe.   Der Riesenbärenklau und der japanische Knöterich sind keine willkommenen Gäste an der Lennepromenade. Ein Naturschützer ist besorgt und die Stadtbetriebe wollen handeln.

Die aufgeschüttete Uferböschung an der Lennepromenade unterhalb des Lennedamms wird langsam grün. Eineinhalb Jahre nach der Fertigstellung des Landschaftsbauwerks schießen zwischen den nackten Steinen immer mehr Pflanzen empor. Und das ist nicht nur ein Grund zur Freude. Denn darunter befindet sich auch der giftige Riesenbärenklau, oft Herkulesstaude genannt. „Wer die Blätter berührt, kann schwere verbrennungsähnliche Verletzungen erleiden“, sagt der Botanikexperte und Ehrenvorsitzende des NABU Märkischer Kreis, Heinz Kirchheiner. Der Dröscheder beobachtet das Wachstum dieser Pflanze am Promenadenufer mit Sorge. Zwar ist der untere Böschungsteil, auf der Riesenbärenklau wächst, größtenteils durch ein Geländer abgetennt. Dennoch ist Kirchheiner überzeugt: „Das muss man fachgerecht bekämpfen, das darf gar nicht erst hochkommen, sonst wird man der Sache nicht mehr Herr.“

Damit rennt Kirchheiner beim Stadtbetrieb Iserlohn-Hemer offene Türen ein. Die für die Grünpflege zuständigen Mitarbeiter haben das Thema schon auf dem Terminplan. „Der Riesenbärenklau wird in Kürze entfernt“, erklärte Marc Giebels als Sprecher des Stadtbetriebs auf Anfrage. Ohnehin hat der Stadtbetrieb die Promenade im Blick. Denn dort schießt zurzeit alles ins Kraut, was die Natur aufbieten kann. Darunter sind auch wertvolle und seltene Pflanzen wie der mitteleuropäische Salbei, den Naturfreund Kirchheiner mit Freude am Ufer entdeckt hat. Ebenso machen sich aber Brennnesseln und Disteln breit und vor allem unerwünschte Arten wie der Japanische Knöterich, der schon vor dem Promenadenbau am Ufer wucherte. Für den Stadtbetrieb steht laut Giebels fest: „Grün soll das Ufer schon sein, aber eine regelmäßige Pflege ist geplant.“ Der Riesenbärenklau (der auch aus angeschwemmten Samen wächst), müsse ebenso wie der Japanische Knöterich jedes Jahr neu bekämpft werden und sei nur sehr schwer auszurotten.

Heinz Kirchheiner warnt indessen Spaziergänger davor, den Fußweg an der Promenade zu verlassen, um auf eigene Faust etwa mit dem Spazierstock dem Riesenbärenklau Blätter abzuschlagen. Solche gutgemeinten Aktionen seien gefährlich, nicht nur wegen der Rutschgefahr, sondern auch deshalb, weil sich Blattfetzen der Herkulesstaude auf die Kleidung setzen und später noch Verletzungen hervorrufen könnten.

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