Musik

Weihnachtsmusik im Wohnzimmer

Kultur im Gewölbekeller: Familie Paroth begeisterte beim musikalischen Hausmusikabend und hatte sich die Bühne wieim Wohnzimmer eingerichtet. 

Foto: Jörg Kleine

Kultur im Gewölbekeller: Familie Paroth begeisterte beim musikalischen Hausmusikabend und hatte sich die Bühne wieim Wohnzimmer eingerichtet.  Foto: Jörg Kleine

Iserlohn.   Familie Paroth zelebriert ein begeisterndes Konzert im Haus Letmathe

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Wer dieses muntere Mitmach-Konzert erlebt hat, der möchte sich am liebsten auch künftig bei Familie Paroth zum Hausmusikabend einladen – am besten zu Weihnachten. Siegfried, Roland, Andreas, Maximilian, Constantin, Alexander und Ramona zelebrierten als glorreiche Sieben aus drei Generationen ein wunderbares Fest mit Musik und einer schönen Prise Lyrik.

Das Mitmachen ließen sich die Besucher im vollbesetzten Gewölbekeller von Haus Letmathe nicht zweimal sagen: Aus voller Kehle stimmten sie ein in viele Weihnachtslieder, die Familie Paroth auf die Partitur gesetzt hatte: „O du fröhliche“ bis „O Tannenbaum“, von „Kling Glöckchen“ bis „Stille Nacht“ beim inbrünstigen gemeinschaftlichen Finale. „Zur ‘Stillen Nacht’ kann es keine Zugabe geben“, meinte An-dreas Paroth unter großem Applaus für die ganze Familie. Aber Zugaben hatte das hochmusikalische Septett ohnehin schon reichlich geliefert: Statt zwei Halbzeiten gab es beim Konzert drei Drittel. Und auch die Gesamtdauer des Auftritts von über zwei Stunden stand einer bewegenden Eishockey-Partie in nichts nach.

Top-Szenen der musikalischen Begegnung in Letmathe: Großvater Siegfried Paroth mit seinen Söhnen Andreas und Roland im dreistimmigen A-cappella-Stück „Hebe deine Augen auf“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Dazu Roland Paroths glänzendes Solo mit „Sankt Niklas war ein Seemann“ oder die Interpretation von „Lasst uns froh und munter sein“, das Ramona und Roland langsam melancholisch anstimmten, um es dann im Ensemble wie ein Feuerwerk bei einer jüdischen Hochzeit tanzen zu lassen.

Ob Piano, Gitarre, Mandoline, Saxophon oder Orgel – jeder aus der Paroth-Familie präsentierte sich eindrucksvoll als Instrumentalist. Und gemeinsam gaben sie vielen Stücken im Rhythmus von Rock’n’Roll oder Blues einen schwungvollen „Groove“ über drei Generationen.

„Wir haben noch eine vierte Generation, aber die übt noch“, berichtete Großvater Siegfried dem Publikum voller Stolz. Doch das durfte an diesem Abend zunächst einmal Glanzlichter der dritten Paroth-Generation genießen – von Ramona und Maximilian.

Ramona Paroth begeisterte als erstklassige Sängerin mit deutschen und englischen Weihnachtsliedern. Und Maximilian ließ als begabter Orgelbauer sogar sein Gesellstück klingen: ein Portativ als mittelalterlicher Vorläufer der späteren Kirchenorgeln.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik