Lesen

Weil Mama und Papa die besten Vorleser sind

Beim Projekt „LeseHelden“ in der Pfarrbücherei Herz Jesu Grüne stand alles unter dem Oberthema „Tiere“. Nicht nur Kinder sollten damit zum Schmökern, sondern auch Eltern zum Vorlesen angeregt werden.

Beim Projekt „LeseHelden“ in der Pfarrbücherei Herz Jesu Grüne stand alles unter dem Oberthema „Tiere“. Nicht nur Kinder sollten damit zum Schmökern, sondern auch Eltern zum Vorlesen angeregt werden.

Foto: Alexander Barth

Grüne.  Die Bücherei Herz Jesu Grüne hat sich sich mit einem mehrwöchigem Projekt für die Wiederbelebung der familiären Lesekultur engagiert.

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„Lesefreude“ hat in Deutschland nicht denselben Stellenwert wie etwa „Fahrvergnügen“. Studien zufolge sind aber beide rückläufig, erstere vor allem beim männlichen Nachwuchs. Um diesem Trend etwas entgegenzusetzen, hat die Pfarrbücherei Herz-Jesu-Grüne in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Kindergarten St. Hildegard und dem Borromäusverein in den vergangenen Wochen beim Projekt „Wir sind LeseHelden“ im Rahmen von fünf Aktionstagen vermittelt, wie viel Freude Bücherlesen bereiten kann.

14 Mädchen und Jungen im Kindergartenalter wagten unter dem Oberthema „Tiere“ eine Reihe altersgerechter literarischer Entdeckungsreisen. „Abenteuergeschichten funktionieren besonders gut“, erklärte Büchereileiterin Stephanie Führer. Ihr Team verließ sich bei dem Projekt, das Vorlesen und Selbstlesen mit gemeinsamem Singen, Gesprächen, Spielen und Bastelprojekten verbindet, auf eine einfache Erkenntnis: Was Erwachsene spannend finden, könnte auch Kinder dazu anregen, ein Buch nicht nach der ersten Seite gelangweilt zuzuklappen.

In diesem Sinne macht die Geschichte von „Superschaf Arnold“ alles richtig: Ein realitätsnaher Konflikt (Arnold ist anders und wird deshalb von den übrigen Schafen gemobbt) bildet die Ausgangslage, die Handlung nimmt durch eine äußere Bedrohung zügig Fahrt auf. Für das Projekt haben sich drei ehrenamtliche Vorleser gefunden – keine Nebensächlichkeit, betont Stephanie Führer: „Wir möchten die Vorlesekultur in den Familien beleben, besonders Väter nehmen sich immer weniger die Zeit dafür.“ Daher durften die Eltern ihre Kinder zum letzten Aktionstag, an dem die „Lesehelden“ liebevoll gestaltete Urkunden erhielten, begleiten.

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