Ortsleben

Weiße Sterne hinter Haus Letmathe

Besprechung der „Macher“ des Weihnachtsmarkts im Gewölbekeller von Haus Letmathe.

Foto: Michael May

Besprechung der „Macher“ des Weihnachtsmarkts im Gewölbekeller von Haus Letmathe. Foto: Michael May

Letmathe.   Nach einem finanziellen Kraftakt und Entgegenkommen der Stadt wird es auch in diesem Jahr einen Weihnachtsmarkt geben – mit einigen kleinen Neuerungen

Alle Jahre wieder könnte man meinen, doch fast hätte es in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt am Haus Letmathe gegeben: Mit 30 000 Euro Gesamtkosten hatte das Brückenfest wegen erhöhter Sicherheitsbestimmungen zu Buche geschlagen, (beinahe) zu viel für die Werbegemeinschaft, der es nun an Budget für den Markt zu fehlen schien. „In den Vorjahren hat das Brückenfest lediglich rund 7000 Euro gekostet“, erklärt der Vorsitzende Manfred Gloede im Gespräch mit der Heimatzeitung.

Betonpoller mussten angemietet, an- und abtransportiert werden, fast hätte es lange Gesichter in Sachen Weihnachtsmarkt gegeben. Nach intensiven Gesprächen sprang die Stadt mit 15 000 Euro in die Bresche – nun also heißt es ab dem 8. Dezember doch wieder: weihnachtliche Stimmung im und um das Haus Letmathe.

Am Montag trafen sich nun auf Einladung von Letmather Runde und Werbegemeinschaft Standbetreiber und andere Mitwirkende im Gewölbekeller, um Details zum Markt in diesem Jahr bekannt zu geben und die Verteilung der „Buden“ zu besprechen.

Nordseite soll eigenen Charme entwickeln

„Auch auf der Nordseite werden Stände aufgebaut“, erklärt eingangs Gisela Wydra, 2. Vorsitzende der Letmather Runde. Damit wollen die Veranstalter auch auf Kritik aus vergangenen Jahren reagieren. So werden nun „Buden“ nördlich zum Haus hin aufgebaut – „nicht wie früher vom Haus weg, sondern mit der Front darauf zu“, wie Franz-Josef Schlotmann (1. Vorsitzender Letmather Runde) ausführt. „Das wird eine ganz andere Optik ergeben. Wir hoffen, dass die Nordseite dadurch eine eigene Anziehungskraft entwickelt.“

Ebenfalls anders als etwa im Vorjahr soll auf das Streuen von Mulch verzichtet werden. Die Hütten werden mit der Vorderfront zum Platz hin angeordnet – lediglich eine Zuwegung mit Holz zum Plateau hin muss hier noch geschaffen werden. Ein festlich beleuchteter Park soll zum Rundgang ermuntern, auf die Besucher warten geschmückte Weihnachtshütten mit Kunsthandwerk, Leckereien und natürlich dem obligatorischen Glühwein mit mehreren Sorten.

Insgesamt sollen die „Büdchen“ enger zusammengestellt werden. „Wir erhoffen uns davon mehr Gemütlichkeit“, erklärt Rainer Großberndt, 2. Vorsitzender der Werbegemeinschaft.

Im Haus Letmathe werden 25 Aussteller in den Räumen von Heimatmuseum, Bücherei und Clara-Deneke-Saal Kunsthandwerk anbieten, vom Schmuck bis zur Floristik. Dazu gibt es Handarbeiten, Gebäck, Marmelade und mehr.

Ende gut, alles gut? Für den Moment schon

Weitere Neuerung: eine Feuerstelle im Hof wie in den Vorjahren wird es nicht geben. Dafür werden weiße Sterne aus Holz auf dem Boden vor dem Weihnachtsmarkt angebracht und stimmungsvoll von unten erleuchtet. Rund um den Weihnachtsmarkt wird es Musik durch Sängerbund, Gymnasium-Bläserklasse, Realschulorchester und weiteres geben. Der Förderverein bietet im Gewölbekeller seinen Weihnachtstreff an, dazu gibt es wieder ein Kinderweihnachtsprogramm und vieles mehr.

Ende gut, alles gut also? Mitnichten, meint Manfred Gloede: „Für den Moment sind wir zufrieden.“ Doch der plötzliche Kostenanstieg habe Folgen: „Das geht natürlich zu Lasten der Vereinsarbeit.“ Gloede hofft auf einen größeren Zuschuss der Stadt. „Anders als Iserlohn nämlich machen wir das hier ehrenamtlich.“

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