Weihnachten

Wenn es draußen stürmt und regnet . . .

Draußen war es zwischenzeitlich richtig ungemütlich. Sobald der Regen aber aufhörte, kam ein Hauch von Weihnachtsstimmung auf.

Draußen war es zwischenzeitlich richtig ungemütlich. Sobald der Regen aber aufhörte, kam ein Hauch von Weihnachtsstimmung auf.

Foto: Wolfgang Meutsch

Letmathe.   . . . sorgen die vielen Kleinhändler im Haus Letmathe für weihnachtliche Stimmung

Draußen regnet es wie aus Eimern, der Wind macht es noch ungemütlicher, als es ohnehin schon ist. Weihnachtsmarkt-Wetter sieht definitiv anders aus. Doch drinnen, also im Haus Letmathe, bekommt man davon kaum etwas mit. Dort ist es wohltemperiert und trocken. Ganz in Ruhe schauen die – aufgrund des Wetters leider wenigen – Besucher dort an den kleinen Ständen vorbei, die sich in der Bücherei und im Heimatmuseum verteilt haben.

„Es fing etwas schleppend an, ab 17 Uhr war es aber richtig gut“, sagt „Kreativ-Huhn“ Dr. Martina Hahn-Hübner. Sie bietet Genähtes für Kinder und Erwachsene an. Ihr gegenüber sitzt Janny van der Kooi. Der Weihnachtsmarkt in Letmathe ist quasi ihr Stammtisch: „Im Laufe des Jahres bekommen wir es nie hin, uns zu treffen, aber hier sehen wir uns dann immer“, sagt die Schwer­terin, die eine Hobbyimkerei hat.

Während die beiden alte Letma­ther Weihnachtsmarkt-Hasen sind, ist es für Nina das erste Mal hier. Die 19-Jährige bietet selbst genähte Kissen an. „Ich habe vor fünf Jahren damit angefangen“, erzählt sie. Ihre Oma habe ihr ein paar Sachen gezeigt, den Rest habe sie sich selbst beigebracht. „Leider ist nicht ganz so viel los“, sagt die Studentin.

Am Glühweinstand ist dann doch am meisten los

Dabei kann man das so gar nicht sagen. Denn kaum hört es mal für einige Minuten auf zu regnen, wird es gleich voller – auch vor dem Haus Letmathe. „Natürlich muss man schon sagen, dass es aufgrund des schlechten Wetters nicht so viele sind wie sonst“, gibt auch der 2. Vorsitzende der Werbegemeinschaft Letmathe, Rainer Großberndt, zu. Und trotzdem drehen einige Besucher ihre Runde über den kleinen aber feinen Markt. „Dort, wo es Essen und Trinken gibt, ist natürlich am meisten los“, weiß Rainer Großberndt. Und so ist es auch.

Auch Thomas Engelberts und das Ehepaar Edward und Barbara Rudowski lassen sich einen Glühwein schmecken. „Es ist einfach schön hier“, sagt Edward Rudowski. Wenn es nach seiner Frau ginge, könnte der Weihnachtsmarkt auch gerne noch länger gehen. „Ich finde es schade, dass der Markt nur an zwei Wochenenden ist“, sagt sie. Gleichzeitig weiß sie aber auch, mit welchem finanziellen Aufwand das verbunden wäre. Umso glücklicher ist sie, dass es den Letmather Weihnachtsmarkt überhaupt noch gibt. „Denn aus wirtschaftlicher Sicht ist es erstaunlich, dass es überhaupt Stände gibt, die kommen“, sagt Thomas Engelberts.

Für die eingefleischten Letmather gehört ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt einfach dazu. Dementsprechend werden sie auch am kommenden Wochenende wieder am Haus Letmathe vorbeischauen – egal, bei welchem Wetter.

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