Politik

WFG-Bebauung: Ausschuss lässt sozialen Wohnraum prüfen

In diesem Bereich soll in Zukunft das neue Wohngebiet entstehen.

In diesem Bereich soll in Zukunft das neue Wohngebiet entstehen.

Foto: Michael May

Genna.   Erfolgreicher Einwurf von Johannes Peeren im Planungsausschuss.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Eigentlich sollten die Mitglieder des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung in ihrer jüngsten Sitzung unter dem zehnten von 21 öffentlichen Tagesordnungspunkten nur die Aufstellung eines Bebauungsplan für das ehemalige WFG-Gelände an der Gennaer Straße beschließen. Dort soll bekanntlich ein neues Wohnquartier entstehen.

Genau daran störte sich Johannes Peeren von den Linken: „Es sind nämlich nur ,Wohnungen’ ausgewiesen, dabei halten wir sozialen Wohnraum für wichtig“, begründete er. Peeren stieß damit eine kleine Debatte an, an deren Ende ein ganz anderer Beschluss stand, der auch noch einstimmig gefasst wurde: Die Verwaltung wird gebeten, zu prüfen, inwieweit für gewisse Teile des Baugebietes eine Ausweisung als sozialer Wohnraum möglich ist.

Peeren begründete seinen Einwurf: „Ich weiß, dass Personen, die etwas Günstiges suchen, diesen Wohnraum nicht mehr finden. Deswegen sollten wir ein Zeichen für bezahlbares Wohnen setzen.“ Zunächst meldete sich Karsten Meininghaus für die CDU zu Wort. Er bezeichnete Peerens Anregung als nachvollziehbar und brachte sein Verständnis zum Ausdruck, aber auch die Skepsis, die ihn beschlich. Die sich bietende Chance, das Gennaer Umfeld zu verbessern, könnte konterkariert werden, wenn ausgerechnet dort soziale Wohnungsbauten entstünden. „Damit täten wir Genna keinen Gefallen.“

Zustimmung erhielt Meininghaus vom stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Volker Keitmann (SPD). Elke Olbricht-Tripp regte an, den Geschäftsführer der Iserlohner Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft, Olaf Pestl, einzuladen. „Er weiß doch, wie man schick baut, ohne, dass das Soziale vernachlässigt wird.“ Sollte die Stadt zu einem positiven Ergebnis kommen, kann Pestl später immer noch angehört werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben