Schulleben

Zwei „Motoren“ verabschiedet

Carmen Luttrop-Buss und Siegfried Buss (li.) wurden jetzt von Schulleiter Peter Wiedemeier und dem gesamten Gymnasium Letmathe verabschiedet.Privat

Carmen Luttrop-Buss und Siegfried Buss (li.) wurden jetzt von Schulleiter Peter Wiedemeier und dem gesamten Gymnasium Letmathe verabschiedet.Privat

Foto: Privat / IKZ

Letmathe.  Carmen Luttrop-Buss und Siegfried Buss verlassen das Gymnasium Letmathe.

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Wer tanzt denn jetzt? Wer organisiert auf die Schnelle Dinge, die sich eigentlich nicht so schnell organisieren lassen? Es sind nur zwei von vielen Fragen, die sich Kollegium, Schülerschaft, Sekretariat und Hausmeister am Gymnasium Letmathe stellen, weil es nach den Sommerferien ohne zwei „Urgesteine“ weitergehen wird.

Carmen Luttrop-Buss und Siegfried Buss treten in den Ruhestand. Mit ihnen verlassen die Schule die letzten zwei Lehrer, die unter allen bisherigen Schulleitern, Klaus Bültermann, Werner Wessling und Peter Wiedemeier, gearbeitet haben und kürzlich wieder mehrere Kinder ehemaliger Schüler zum Abitur beglückwünschen konnten. Beide haben viele sichtbare Spuren hinterlassen und sind vielen Letmather Familien ein Begriff.

In 42 Jahren PersönlichkeitLetmathes geworden

Carmen Luttrop-Buss trat ihren Dienst 1977 an, damit der damals für Mädchen noch übliche Gymnastikunterricht an der sich größter Beliebtheit erfreuenden Schule angeboten werden konnte. Später kam das Fach Kunst hinzu. „Das waren ganz andere Zeiten, alles mit dem Sportunterricht heute nicht zu vergleichen. Aber mir hat es immer Spaß gemacht, mich in neue Themen einzuarbeiten, mit tollen Schülern und tollen Kollegen“, blickt Carmen Luttrop-Buss zurück, die über viele Jahre die Skifahrt leitete, Schwimmkurse für Nichtschwimmer durchführte und zuletzt das Projekt „Bewegte Pause“ anschob. „Sie sind in den 42 Jahren eine Persönlichkeit des Ortes Letmathe geworden, allseits geachtet, weil Sie stets Gespür für das Richtige bewiesen haben“, würdigte Schulleiter Wiedemeier die Neu-Ruheständlerin.

Siegfried Buss, von allen nur „Bussi“ genannt, unterrichte seit 1981 Erdkunde und Sozialwissenschaften. Er wirkte seit über zehn Jahren in der erweiterten Schulleitung mit und führte mit Armin Eickmann die Schule durch mehrere Phasen, in denen die Schulleitung wegen Krankheit bzw. Nachfolgersuche unbesetzt war. „Eine genaue Aufzählung aller Tätigkeiten ist unmöglich, weil Siggi Buss so viele Dinge initiiert, umgesetzt und begleitet hat“ blickte Wiedemeier zurück und zitierte aus einer dienstlichen Beurteilung: „Herr Buss ist ein Motor dieser Schule.“ Er widmete sich der technischen Ausstattung der Aula, forcierte die Anschaffung moderner Medien. „Herausheben muss ich die Idee der Gründung einer durch ehrenamtliche Hilfe von Eltern und Großeltern betriebenen Schul-Cafeteria sowie die Übernahme von Mensa und Ganztagsangeboten durch den Trägerverein“, so Wiedemeier.

„Für mich war die Arbeit kein Muss. Ich wollte Gymnasiallehrer sein, habe mich dazu in den 70er Jahren entschieden, in einer Zeit des Aufbruchs. Junge Menschen in eine neue Zeit führen“, stellte Buss fest, den Wiedemeier ein Musterbeispiel für pädagogischen Optimismus nannte. „Ohne Dich, Dein Engagement hätten einige Schüler kein Abitur gemacht“, zog Wiedemeier Bilanz und dazu nickten wissend etliche Schüler.

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