Schützenfest

Adjutant steht jetzt in Fröndenberg im Mittelpunkt

Das Hohenheider Königspaar Nils Beckmann und Jenny Weische im Festzug. Die Schützen haben Glück: Der Festzug kann fast komplett trocken über die Bühne gehen.

Das Hohenheider Königspaar Nils Beckmann und Jenny Weische im Festzug. Die Schützen haben Glück: Der Festzug kann fast komplett trocken über die Bühne gehen.

Foto: Alexander Lück

Fröndenberg.  Nach 148 Schuss ist Nils Beckmann der neue Schützenkönig. Ebenfalls neues Jungschützen-Königspaar geehrt.

Nils Beckmann ist neuer Schützenkönig auf der Hohenheide. Am Freitagabend holte er auf Tempels Wiese den hölzernen Vogel von der Stange. „Weil einfach dieses Jahr alles gepasst hat.“ Am Sonntag aber musste gezittert werden.

So begründete der neue Majestät selber seine Ambitionen. Kein besonderes Jubiläum eines Königsjahres in der Familie oder ein anderer privater Anlass, einfach die Freude daran, mal König im heimischen Schützenverein zu werden und diese Gemeinschaft nun für ein Jahr an vorderster Stelle zu repräsentieren, das war sein Ansporn. Und dann passte eben alles.

Das Vogelschießen am Freitagabend war eine relativ zügige Angelegenheit. 148 Schüsse hielt der hölzerne Vogel auf der gut besuchten Festwiese dem Gewehrfeuer stand. Dann war Nils Beckmann der neue König der Adlerschützen Hohenheide. Als Königin wählte er Jenny Weische an seine Seite. Mit der Proklamation am Samstagabend in der Halle lösten sie dann auch ganz offiziell Willi Demmer und Elisabeth Kauke als Regenten ab, bevor zu den Klängen der Band Top Spin noch bis in den frühen Morgen weiter gefeiert wurde.

Alt-Bürgermeister Demmer hatte im vergangenen Jahr bekanntlich für einen Paukenschlag gesorgt und sich die Königswürde seines Heimatvereins zum dritten Mal in seinem Leben gesichert. Den 85-Jährigen darf man sicher einen Schützen mit ganz viel Erfahrung nennen. Mit Nils Beckmann, mit Anfang 30 mehr als ein halbes Jahrhundert weniger Jahre auf dem Buckel, kommt nun wieder die etwas jüngere Garde zum Zug. Der den Verein aber auch prägt und im Herzen trägt. Als Adjutant trägt er bei den Umzügen die Fahne des Vereins voran oder stand bisher den Königspaaren als Helfer zur Seite. Nun stehen er und Jenny Weische selber im Mittelpunkt.

Auch bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt bringt sich Beckmann, der von Beruf Lkw-Fahrer ist, für die Gemeinschaft ein.

Am Sonntagnachmittag zeigte sich dann, dass Petrus den Hohenheider Schützen und seinen Majestäten durchaus wohl gesonnen ist. Aber er ließ sie zittern. „Wir haben die ganze Zeit gehofft und gebangt als wir in den Himmel geschaut haben“, erzählte Nils Beckmann nach dem Festzug. Ergiebig geregnet hatte es noch den ganzen Vormittag und Mittag über. In den Vorstandskreisen wurde eifrig beratschlagt. Wird der Zug überhaupt stattfinden können? Dann klarte es auf über der Hohenheide. Es wurde mit dem Start dann noch ein wenig gewartet, obwohl die nächsten dunklen Wolken schon drohend heranzogen. Am Ende konnte der Zug fast komplett trocken über die Bühne gehen.

Paul Winter Jungschützenkönig

Nicht nur das neue Königspaar war erleichtert. Schließlich gehört der Zug durch die heimatlichen Straßen fraglos zu den Höhepunkten der Regentschaft. Das kann man so natürlich auch für das Jungschützen-Königspaar der Adler Hohenheide sagen. Paul Winter hatte sich, ebenfalls am Freitag, diesen Titel gesichert. Lara Sieveking wählte er als Königin an seine Seite. Vorher hatte der Nachwuchs auch um die Insignien gerungen die sich dann wie folgt verteilten: Zepter und rechter Flügel gingen an Max Schulze Neuhoff, Apfel, linker Flügel und die Krone an den späteren König Paul Winter.

Auch bei den „Großen“ gab es den Kampf um die Insignien. Martin Arnold hatte hier die Krone abgeschossen, Kevin Fälker den Apfel. Julian Bonnekoh errang das Zepter, Nicole Chiemlorz den rechten Flügel und Justin Brinkmann den linken. In diesem Jahr bedeutet das Schützenfest auf der Hohenheide übrigens nicht das Ende des Reigens dieser Veranstaltungen im Fröndenberger Stadtgebiet. Bekanntlich hat ja der Fröndenberger Bürgerschützenverein sein Fest auf Anfang September verschoben (6. bis 9. September.).

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