Umwelt

Algenteppich wuchert unkontrolliert in der Hönne

Die Hönne wächst immer weiter mit Grünalgen zu. Besonders im Bereich des Bahnhofs ist der Fluss stark von einem grünen Teppich durchzogen.

Die Hönne wächst immer weiter mit Grünalgen zu. Besonders im Bereich des Bahnhofs ist der Fluss stark von einem grünen Teppich durchzogen.

Foto: Tobias Schürmann

Menden.  Wie ein grüner Teppich ziehen sich die Algen inzwischen durch die Hönne. Die Gründe für das Wachstum sind vielfältig.

Zwei Sommer hintereinander, in denen die Hönne nicht genug Wasser führte, machen sich nun bemerkbar: An verschiedenen Stellen des Flusses wuchern derzeit Algen, die sich wie Fäden durch die Hönne ziehen.

Stadtökologe Philipp Zimpel erklärt das Algenwachstum folgendermaßen: „Mit der Wassermenge hat sich auch die Fließgeschwindigkeit reduziert und das Gewässer kann sich aufgrund der geringeren Wassermenge schneller Erwärmen.“ Da sich die Masse der Einträge nicht verändere, fehle dem Gewässer nun etwas zum Verdünnen, so dass sich Nähr- und Schadstoffe stärker konzentrieren.

Erhebliche Auswirkungen für Menden

„Diese Nährstoffanreicherung im Wasser nennt sich Eutrophierung und ist ein generelles Problem“, so Zimpel. Gewisse Veränderungen mache jedes Gewässer im Laufe eines Jahres durch. In der Regel erholen sich fließende Gewässer wie die Hönne von solchen Wetterkapriolen, solange es „ausreichende Erholungspausen“ mit mehr Wasser im Flussbett gibt. „Sollten diese Zeiten, in denen sich das Gewässer regenerieren kann, zukünftig aufgrund von Wassermangel oder noch weiter steigenden Nährstoffeinträgen ausbleiben, ist auch für die Hönne mit erheblicheren Auswirkungen auf die Gewässerökologie zu rechnen“, so das Fazit Zimpels.

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