WP Soko Garten

Bei Familie Mally wächst der Wald bis in den Vorgarten

Volker und Annette Mally im Gespräch mit dem Herbrügger-Gartenexperten Frank Schwenke (rechts). Die Büsche im Hintergrund wuchern aus dem angrenzenden Wald bis auf das Grundstück.

Volker und Annette Mally im Gespräch mit dem Herbrügger-Gartenexperten Frank Schwenke (rechts). Die Büsche im Hintergrund wuchern aus dem angrenzenden Wald bis auf das Grundstück.

Foto: Thekla Hanke / WP

Lahrfeld.  Im vergangenen Jahr hat Volker Mally noch viel im Garten der Familie im Lahrfeld arbeiten können. Doch dann erkrankte der 70-Jährige an Krebs.

Hauptsache pflegeleicht – das ist eigentlich alles, was sich Annette und Volker Mally für ihren Garten wünschen. Der 70-Jährige erkrankte im vergangenen Jahr schwer. Seitdem muss vieles im Garten liegen bleiben – und dann scheint auch noch der unmittelbar angrenzende Wald regelrecht auf das Grundstück zu drängen.

Im vergangenen Jahr konnte Volker Mally auf dem 600 Quadratmeter großen Grundstück im Lahrfeld noch richtig mit anpacken. Gemeinsam mit seinem Nachbarn hatte er sich den Gartenbereich hinter dem Haus vorgenommen, einen neuen Zaun gezogen, das Erdreich Stück für Stück durchgearbeitet. „Sie haben bestimmt sechs Tonnen Steine rausgebracht“, erinnert sich Annette Mally.

„Mein Mann hat so toll durchgehalten“, sagt die 65-Jährige, die noch halbtags berufstätig ist und zusätzlich morgens die WP austrägt. Aber dann hätten den Rentner auf einmal die Kräfte verlassen. Wegen schlechter Blutwerte folgte eine Untersuchung im Krankenhaus. Und dann die schlimme Gewissheit: „In der rechten Lunge wurde beim Röntgen ein kleiner Herd entdeckt“, schildert Annette Mally weiter, was dann folgte: Operation, Bestrahlung, Chemotherapie und die Reha in einer Fachklinik.

Vor zehn Jahren Umzug ins Elternhaus

Vor zehn Jahren ist das Ehepaar, das zwei erwachsene Söhne hat, in das Elternhaus von Volker Mally gezogen. Ein Fertighaus, Baujahr 1964. Der Vorgarten grenzt direkt an einen gern genutzten Fußweg, der in das kleine Waldstück führt. „Durch die Krankheit meines Mannes konnten wir vorne nichts mehr machen. Er hatte dort zwar schon umgegraben, aber dann ging nichts mehr. Und jetzt kommen wir nicht mehr hinterher“, beschreibt Annette Mally die Lage.

Die große Zypresse vor dem Haus ist vertrocknet, der Jägerzaun ist in die Jahre gekommen, der Rasen unansehnlich. Hinzu kommt der angrenzende Wald. Vor einigen Jahren zwar zurückgeschnitten, wachsen inzwischen Brombeerranken und Büsche weit bis auf das Mallysche Grundstück. „Unser Zaun ist gar nicht mehr zu erkennen“, ärgert sich Annette Mally. Versuche, dem wuchernden Grün Herr zu werden, schlugen fehl. „Die anderen beschäftigen sich schön mit ihrem Rosengarten, wir mit dem Unkraut.“ Mehrfach habe sie bereits beim Waldeigentümer, der Mellinschen Stiftung, deshalb angerufen und um Abhilfe gebeten. Jetzt gibt es endlich die Zusage für Ende August. Ein Pufferstreifen soll regelmäßig von Gehölz frei gemacht und mit einer Mulchschicht versehen werden, kündigt Lars Schmidt von der zuständigen Forstbewirtschaftung Ketteler-Boeselager an.

Rasenmäher für Damen gekauft

Inzwischen hat sich Annette Mally einen Rasenmäher für Damen gekauft. „Damit schaffe ich das Mähen auch“, sagt die 65-Jährige. Ihr großer Wunsch ist jetzt: Wieder einen ansehnlichen Vorgarten zu haben, der sich mit wenig Mühe pflegen lässt.

Hier finden Sie noch mehr Nachrichten, Fotos und Videos aus Menden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben