MK soll Quote erhöhen

Bundeshilfe für arme Kinder bleibt in Menden einfach liegen

Auch die Bezahlung von Schüleressen in der Mensa zählen zu den BuT-Leistungen. Hier wirkt sich die geringe Abruf-Quote für die Hilfsgelder besonders bitter aus.

Auch die Bezahlung von Schüleressen in der Mensa zählen zu den BuT-Leistungen. Hier wirkt sich die geringe Abruf-Quote für die Hilfsgelder besonders bitter aus.

Foto: Franziska Kaufmann / dpa

Menden.  Nur 10,7 Prozent der Bundesmittel für arme Kinder werden im Märkischen Kreis abgerufen. Jetzt soll ein Erfolgsmodell aus Hamm in Menden helfen.

Es funktioniert auch in Menden nicht: das „Bildungs-und Teilhabepaket“ (BuT) des Bundes, das Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien die Mitgliedschaft im Verein, die Teilnahme an Schulfreizeiten, das Erlernen eines Instruments oder Nachhilfe ermöglichen soll. Doch im MK wird nur ein Zehntel der möglichen Leistungen für die Kinder zwischen sechs und 15 Jahren abgerufen. Das ergab jüngst eine Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

Mendens Sozialpolitiker wollten wissen, woran das liegt – und warum eine Initiative der Stadt Hamm die Abruf-Quote dort auf mehr als 90 Prozent ansteigen ließ. Antworten darauf bekamen sie zunächst nicht: Die Stadtverwaltung stellte zwar ihre verdienstvolle Schulsozialarbeit vor, doch in der spielten die BuT-Leistungen, wie es hieß, anders als früher kaum noch eine Rolle. Das werde in den Sekretariaten erledigt, und zwar prima.

Stadtsportverband mit Idee

An der Niedrigst-Quote ändert das jedoch nichts. Zurückgeführt wird sie auf bürokratische Hürden, weil es im BuT-System viele Beteiligte gibt: die Stadt, den Kreis und die Arbeitsagentur. Hinzu kämen alternative Hilfen und große Scham bei möglichen Antragstellern. Um trotz allem mehr betroffene Kinder in die Vereine zu bringen, hatte Markus Kisler, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, eine neue zentrale BuT-Abrechnungsstelle für alle beantragt.

Hammer Modell soll helfen

Die Politiker beauftragten indes die Stadtverwaltung damit, mit dem Märkischen Kreis über eine Lösung analog der „You-Hamm-Card“ zu sprechen, die dort offenbar zu dem großen Erfolg führte – und daran auch den Stadtsportverband zu beteiligen. Damit zeigte sich auch Kisler zufrieden.

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