Wer pflückt die Wunschzettel?

Der Baum steht! Mendener Kinder hoffen auf Wunscherfüller

Alle in einem Boot: Das Wunschbaum-Team im Rathaus mit (von rechts nach links) Initiator Fabian Pröpper, Jenni Gröhlich, Kevin Dettmar, Richarda Grote und Marita Hill. 

Alle in einem Boot: Das Wunschbaum-Team im Rathaus mit (von rechts nach links) Initiator Fabian Pröpper, Jenni Gröhlich, Kevin Dettmar, Richarda Grote und Marita Hill. 

Foto: Thomas Hagemann

Menden.  Der Wunschbaum im Rathaus ist aufgebaut: Ab sofort warten die Wunschzettel von Kindern, die sonst kein Geschenk bekämen, auf Wunscherfüller!

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Von jetzt an bis zum Nikolaustag am 6. Dezember, 13 Uhr, warten die sehnlichsten Wünsche von Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien auf ihre Erfüllung: Der Wunschbaum ist Rathaus ist wieder da! Die Zettel in Form kleiner Tannenbäume sind meist in Kinderschrift beschrieben, und ganz oft geht es um Spielzeug. Denn wie berichtet, haben sich die Wunschbaum-Macher um die Initiatoren Nils Kemper und Fabian Pröpper sowie Melanie Kersting und Jenni Gröhlich vom Stadtmarketing davon verabschiedet, Kleidungswünsche zuzulassen. Denn das entsprach in der Vergangenheit zwar meist den Bedarfen der einkommensschwachen Familien, echte Herzenswünsche der Kinder waren es dagegen nicht.

Bisher 300 Herzenswünsche

Die Wunschzettel sind auch in diesem Jahr vom Katholischen Verein für soziale Dienste in Menden (SKFM) und der Evangelischen Jugendhilfe unter deren Schützlingen eingesammelt worden. „Ungefähr 300 Wunschzettel sind es bisher“, sagt Jenni Gröhlich zur Eröffnung der Aktion, während die ersten Rathausbesucher schon zum Abpflücken an der Tanne stehen. „Es kommt aber noch einiges hinzu“, weiß Richarda Grote vom SKFM, der die Hinweise auf die Wunschzettel auch in Englisch und Arabisch im DeCent-Laden aushängte.

Die Kinder sind angehalten, sich Geschenke im Wert von bis zu 30 Euro zu wünschen. So hängen da nun die kleinen Tannenbäume, auf denen „Armbanduhr“ steht, „Plappernde Laura“, „Ponyfarm“ oder „Ein Rucksack für Ausflüge“. Die Kinder dürfen zuversichtlich sein, denn die Mendener sind in den vergangenen Jahren tolle Wunscherfüller gewesen. So werden im Bürgerbüro nicht nur die gekauften Sachen mit dem Zettel dran abgegeben, sie sind meist auch liebevoll verpackt und enthalten zusätzlich etwas Süßes oder ein Grußkärtchen.

Bescherung in Wohngruppen

Während der SKFM die Familien vor Heiligabend damit beliefert, betreut die Evangelische Jugendhilfe Menden Kinder, die zeitweilig oder dauerhaft nicht mehr in ihren Familien leben können. Die Bescherung in den Wohngruppen findet aber ganz klassisch unterm Weihnachtsbaum statt.

Zur Zuordnung wird gebeten, die Wunschzettel von außen gut sichtbar an den Geschenken anzubringen. Und: Zur besseren Lagerung und Stapelbarkeit bitte keine zusätzlichen Deko-Elemente wie große Schleifen, Tannenzweige oder Schoko-Nikoläuse ans Paket anhängen.

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