Kulturausschuss

Firmenchefs schicken die Azubis zum Mendener Industriemuseum

Erlebnistag auf Gut Rödinghausen.

Erlebnistag auf Gut Rödinghausen.

Foto: Livia Krimpelbein

Menden.  Das Interesse ist groß: Die Führungen im Industriemuseum auf Gut Rödinghausen sind bis Jahresende ausgebucht.

Das Industriemuseum ist mit Anfragen nach Führungen durch die Räume bis Ende des Jahres ausgebucht. Diese Bilanz zog Museumsleiterin Jutta Törnig-Struck im Kulturausschuss. „Und es gibt sogar schon Anfragen fürs nächste Jahr.“

Nicht nur aus Menden, sondern auch aus anderen Städten zeigen Menschen Interesse an Mendens Industriegeschichte, erläuterte Jutta Törnig-Struck. Bislang haben, so die Museumsleiterin, knapp 300 Menschen an den Führungen teilgenommen. Auch Besucher des Kunstfestes „Passagen“ hätten die Gelegenheit genutzt, sich das Industriemuseum anzusehen: „Da haben wir spontan Sonderführungen durchgeführt.“

Kurzfilm über „Passagen“

Seit der ersten (Zwischen-)Eröffnung seien bislang 3150 Besucher im Industriemuseum gewesen, „dafür brauchen wir im Stammhaus das ganze Jahr“. Es sei richtig gewesen, das Museum auf Gut Rödinghausen schon zu öffnen, obwohl die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind: „So ist den Besuchern auch ein Blick hinter die Kulissen möglich und sie sehen, wie das Ganze wächst.“ Auch die erste Schulklasse – Walburgisschüler, die nicht nach Rom mitgefahren sind – war in dieser Woche im Industriemuseum.

Besonders erfreulich aus Sicht von Jutta Törnig-Struck: „Mendener Unternehmen schicken uns ihre Azubis, weil sie ihnen die heimische Industriegeschichte vermitteln möchten. Und es ist toll zu sehen, wie die jungen Leute darauf reagieren.“

Matthias Eggers (CDU) lobte das Industriemuseum als „tolles Projekt für Menden, von dem wir alle profitieren werden“. Der Kulturausschuss werde eine der kommenden Sitzungen dorthin verlegen.

Künstlerische Veranstaltungen und das Industriemuseum profitieren voneinander, betonte Jutta Törnig-Struck. Das sei beim Kunstfest „Passagen“ zu spüren gewesen. Vom Kunstfest zeigten Nils Bonk und Corinna Häussler einen Kurzfilm. Über die Fraktionsgrenzen hinweg lobten die Ausschussmitglieder das Kunstfest einhellig.

Nach dem Personalaufwand im Kulturbüro durch „Passagen“ gefragt, konnte Kämmerer Uwe Siemonsmeier diesen „nicht auf Euro und Cent beziffern“. Das Kulturbüro habe natürlich – gerade bei der erstmaligen Durchführung – großen Aufwand gehabt. Das sei aber mit dem vorhandenen Personal gelöst worden.

Siemonsmeier lobte den großen Einsatz der ehrenamtlichen Unterstützer. Er selbst „bewerte das Fest als gelungen, auch als jemand, der nicht extrem viel Kunstverstand hat“.

Uwe Siemonsmeier betonte, genau wie Ausschussvorsitzende Jutta Manger und weitere Ausschussmitglieder, dass er sich seine Eintrittskarte selbst gekauft habe: „Wir haben alle Karten über ProTicket abgewickelt.“ Es sei keinesfalls so, „dass wir in großem Ausmaß Karten verschenkt haben“.

Die Zuschüsse seien im geplanten Rahmen geblieben. Für das nächste Jahr seien bereits Fördergelder in Höhe von 25.000 Euro beantragt: „Der Antrag ist eingereicht, darüber ist aber noch nicht entscheiden worden.“

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