Discgolf

Frisbees sollen auf dem Truppenübungsplatz fliegen

Wenn die Fangkörbe aufgestellt sind, braucht ein Discgolf-Parkour nicht mehr viel Liebe – schließlich wird in der freien Natur gespielt.

Foto: Günter Blaszczyk

Wenn die Fangkörbe aufgestellt sind, braucht ein Discgolf-Parkour nicht mehr viel Liebe – schließlich wird in der freien Natur gespielt. Foto: Günter Blaszczyk

Menden.   Für Discgolfanlage wird Ex-Militärgelände in Ostsümmern geprüft. Stadtwald ist wegen Naturschutz keine Option.

Der Sportausschuss zieht den Truppenübungsplatz in Ostsümmern für die Einrichtung einer Discgolfanlage in Erwägung. Ausschussmitglieder fordern ohnehin mehr Trendsportarten für Menden.

Der Ausschussvorsitzende Gisbert Gutberlet liest den Tagesordnungspunkt 2.1. im Sportausschuss vor, es gehe um eine „Discogolfanlage“. Die Ausschussmitglieder sind amüsiert. Die Trendsportart ist noch so neu – hat aber wahrlich nichts mit Discokugeln und lauter Musik zu tun.

Ganz im Gegenteil: Fernab von schallisolierten Betonwänden soll in der freien Natur gespielt werden. Frisbees müssen dabei in Fangkörbe geworfen werden. Der Mendener Peter Hennecke hat einen Bürgerantrag auf die Errichtung einer solchen Discgolfanlage gestellt – in Fröndenberg soll es bereits in Kürze eine geben.

Brüderduo verspricht Nachahmer

Momentan seien er und sein Bruder noch die einzigen Discgolfer in Menden, erklärt Hennecke im Ausschuss auf Nachfrage von Rudolf Weber (CDU), aber er gibt zu bedenken: „Wo neue Plätze entstehen, da finden sich auch schnell neue Spieler.“

Ulrich Menge von der Stadtverwaltung erklärt während der Sitzung, dass man mit Stadtförster Dirk Basse gesprochen habe. Aber da das Gelände unter Naturschutz stehe, sehe dieser dort nicht die Möglichkeit, Fangkörbe für Discgolfer aufzuhängen.

Da eine Discgolfanlage zwar wenig Pflege, aber viel Platz brauche – von fünf Hektar beziehungsweise acht Fußballfeldern ist die Rede –, gebe es noch ein anderes Gelände, das groß genug und momentan ungenutzt wäre: Der ehemalige Truppenübungsplatz in Ostsümmern.

Konditionen werden gecheckt

Friedhelm Peters (SPD) gibt in der Ausschusssitzung aber zu bedenken: „Der Truppenübungsplatz ist kein städtisches Gelände.“ Auf WP-Nachfrage erklärt Ulrich Menge, Teamleiter Schule, Sport und Soziales bei der Stadt: „Natürlich müssen wir erst einmal nachfragen, ob und zu welchen Konditionen Discgolf auf dem Truppenübungsplatz möglich ist.“ Zuständig sei die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

Ausschussmitglied Klaus Ebbecke (Grüne) jedenfalls ist begeistert von dem Konzept: „Eine Discgolfanlage wäre eine echte Chance. Trendsportarten fehlen in Menden.“

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