Feuerwehr

Großübung: Gesamtfeuerwehr Menden probt für den Ernstfall

Großübung der Feuerwehr Menden. Hier wird ein Autounfall mit drei Verletzten wurde simuliert.

Großübung der Feuerwehr Menden. Hier wird ein Autounfall mit drei Verletzten wurde simuliert.

Foto: Thomas Nitsche / WP

Menden.  Es war die größte Feuerwehrübung der vergangenen zwölf Jahre in Menden. Samstag galt es im Industriegebiet Horlecke, für den Ernstfall zu lernen.

Inszenierte Einsätze mit Qualm, Schwerverletzten, schwerer Technik und allen Einsatzkräften der Mendener Feuerwehr fand am Samstag an mehreren Standorten in der Horlecke statt. Es war die größte Feuerwehrübung der vergangenen zwölf Jahre. Die Gesamtfeuerwehr probte gemeinsam mit dem Deutschen-Roten-Kreuz im Industriegebiet ein herausforderndes Szenario. Hier galt es, für den Ernstfall zu lernen.

Um Punkt 13 Uhr wurden die alle Einheiten per Funkmeldeempfänger und Sirene alarmiert. Gemeldet wurde ein Industriebrand der höchsten Alarmierungsstufe. Ein Gabelstapler hatte einen IBC-Container mit Salpetersäure beschädigt. Es wurde geprobt, dass dabei zwei Personen zu Schaden gekommen waren. Vom Einsatzplatz der Firma MPG mussten der Rüstzug Wache sowie der Löschzug Mitte ausrücken. Der Löschzug Süd baute bei diesem Einsatz die Dekontaminationsstation auf.

Pkw fährt in Gasstation

Wenig später probten die Feuerwehrleute einen Gasbrand. Ein Pkw war in eine Gasstation gefahren und dabei hatte sich das Gas entzündet. Zwei Personen verletzten sich bei diesem Unfall. „Dabei ist es wichtig, dass ein Gasbrand nicht gelöscht wird. Dieser wird von uns gekühlt“, erklärt Pressesprecher Stefan Deitel.

Ein Löschfahrzeug der Wehr wurde zu einem First Responder gerufen.

Da kein Rettungswagen innerhalb der angegeben Zeit bei der verletzten Person sein konnte, musste in diesem Fall die Feuerwehr übernehmen. Eine Person war in eine Presse geraten und musste reanimiert werden. Die Feuerwehr übernahm die Erstversorgung, bis zum Eintreffen des Rettungswagens.

Bei der Übung war auch die Jugendfeuerwehr mit eingebunden. Bei einem Containerbrand am Gießhaus kam der Nachwuchs zum Einsatz. Gemeinsam mit den erfahrenen Wehrmännern löschten die Jugendlichen den Brand. „Damit wollen wir die Jugend in den aktiven Dienst einbinden. Dabei lernen sie ihre Kameraden kennen und bekommen Einblicke in die Abläufe“, erklärt Deitel die Maßnahme. Der Löschzug Süd musste fast zeitgleich zu einem ausgelösten Heimatrauchmelder ausrücken.

Stefan Deitel lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Deutsche Roten Kreuz des Märkischen Kreises. Das DRK stellte die Notfalldarsteller, die von den Jugendrotkreuz-Mitgliedern gestellt wurden. „Es ist ein Unterschied ob wir mit Puppen oder realistischen Darstellern arbeiten. Bei Menschen, die als Darsteller geschult sind, können unsere Kameraden realistischer üben“, beschreibt Deitel die simulierten Unfälle.

Industriebrand mit verrauchter Halle

Zum Abschluss kam „Sprengmeister“ Georg Niermöller bei der großen Übung aller Feuerwehrleute zum Einsatz. Im Rohrzug zwei der Firma MPG kam es zu einem Industriebrand mit verrauchter Halle. Mit Rauchbombe, Nebelmaschine und einem Knalleffekt startete Niermöller den Einsatz. In der Halle waren Personen, die von der Atemschutztruppe gesucht und gerettet wurden. Parallel bereiteten die Brandbekämpfer ihren Einsatz vor. Nach Bergung der verletzten Personen ging es an die Bekämpfung der Flammen.

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