Jubiläum am Wochenende

Heinz Scheffer: 25 Jahre Kartoffelfest in Menden-Bösperde

Erwartet am Samstag und Sonntag wieder bis zu 15.000 Besucher: Bauer Heinz Scheffer aus Bösperde vor der Eingangstür seines Hofladens an der Provinzialstraße steckt mitten in den Vorbereitungen zum 25. Kartoffelfest.

Erwartet am Samstag und Sonntag wieder bis zu 15.000 Besucher: Bauer Heinz Scheffer aus Bösperde vor der Eingangstür seines Hofladens an der Provinzialstraße steckt mitten in den Vorbereitungen zum 25. Kartoffelfest.

Foto: Thomas Hagemann

Bösperde.  Am Wochenende steigt das Kartoffelfest auf dem Hof Scheffer zum 25. Mal. Bauer Heinz Scheffer ist der Erfinder – und erzählt von den Anfängen.

Am Donnerstag werden wieder Dutzende Bösperder auf dem Hof Scheffer Erdäpfel schnippeln, damit sie ab Samstag Frisches aus Kartoffeln anbieten können: Fuß-, Hand- und Faustballer, Angler, Turner und Freunde Maroeuils stehen dafür mit ihren Hümmelkes einträchtig im Kreis. Die Gäste des Kartoffelfestes sollen schließlich übers ganze Wochenende mit Reibeplätzchen, Kartoffelpuffer, -suppe oder -kuchen verwöhnt werden – und das jetzt zum 25. Mal.

Initiator Heinz Scheffer denkt angesichts des Silberjubiläums an die Anfänge, und die waren schwierig: Anno 1994 drohte ihm ein Enteignungsverfahren, berichtet der Landwirt. Die Stadt hatte damals das Gewerbegebiet Hämmer-Rieckenbrauck gekauft, ohne Zuwegung. Um die Trasse doch noch schaffen zu können, wollte die Stadt über Scheffers Gelände. Und der sah sich, wie er sagt, plötzlich alleine im „Straßenkampf“ gegen die mächtige Verwaltung.

Fest verbindet das Dorf

Um im Ortsteil Verbündete zu gewinnen, ersann Scheffer das Kartoffelfest. Damals wie heute kamen die Vereine, machten mit und füllten mit den Erlösen ihre Kassen für gemeinnützige Zwecke auf. Das Enteignungsthema lag irgendwann ad acta, und heute, sagt Scheffer, „herrscht Weltfrieden“. Das gelte auch für die Bösperder Vereine: „Früher hieß es, wenn der TV Jahn Holzen der DJK beim Standaufbau eine Kabeltrommel leiht, ist viel erreicht. So spinnefeind waren sich da einige. Heute ist das ein Verein!“ Auch die Initiativgemeinschaft Bösperde (IGB), heute das Dach über den Dorfvereinen, erwuchs aus der Zusammenarbeit der Bösperder auf dem Kartoffelfest.

Der erste Markt war klein und dauerte einen Tag. Später übernahm die IGB das Ruder und baute mit den Vereinen die Veranstaltung über zwei Tage auf, die seither weit über die Stadtgrenzen hinaus beliebt ist. Auch diesmal erwarten die Besucher neben Kürbiscremesuppe, Bratkartoffeln, frisch geräucherten Forellen und anderen Fischspezialitäten auch Kartoffelwaffeln mit Kaffee und Kuchen (der ebenfalls zu 40 Prozent aus Kartoffelmehl besteht).

Erstmals dabei sind die Kamadaprofis mit ihrem Grill: Burger mit Rösti und Rinderbullette, Pulled Pork mit Kraut, Westernbohnen und Folienkartoffeln mit verschiedenen Dips runden das Angebot ab. Steinofenbrot und Flammkuchen gibt es ebenso wie frischen Federweißer, Apfelsaft und sonstige Getränke.

Auch der Hofladen ist geöffnet: eine große Auswahl an Kartoffelsorten wird kredenzt, dazu Speise- und Zierkürbisse, Obst, Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren, zudem Blumensträuße und -gebinde.

Mit Handwerker- und Kunstmarkt

Ein Handwerker- und Kunstgewerbemarkt sowie ein buntes Musikprogramm runden das Angebot ab. Kinder dürfen sich wieder auf das Spielen im Stroh freuen und auch Kühe und Kälbchen im Stall bestaunen.

Parken kann man gegenüber dem Hof Scheffer (Provinzialstraße 86) auf der Wiese: Ein- und Ausfahrt erfolgt über die Hämmerstraße hinter McDonalds. Im gesamten Bereich herrscht Tempo 30. Sonntag darf der Parkplatz von Kaufland benutzt werden

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