Auch Arlt in der Kritik

Hönne-Gymnasium: FDP fordert „Konsequenzen“ für ISM-Chefin

Sieht sich nach der Debatte ums Hönne-Gymnasium mit Fragen nach „Konsequenzen“ konfrontiert: ISM-Betriebsleiterin Ulrike Schriever.

Sieht sich nach der Debatte ums Hönne-Gymnasium mit Fragen nach „Konsequenzen“ konfrontiert: ISM-Betriebsleiterin Ulrike Schriever.

Foto: Lisa Nückel

Menden.  Nach der mutmaßlich erneuten Verzögerung für den Erweiterungsbau nehmen die Liberalen auch Sebastian Arlt ins Visier.

Mit einer kaum verhüllten Rücktrittsforderung gegen die Leiterin des städtischen Immobilienservices Menden (ISM), Ulrike Schriever, reagiert die FDP heute auf den WP-Bericht zur möglichen weiteren Verzögerung des Neubaus am Hönne-Gymnasium. Zudem erinnert der Fraktionsvorsitzende Stefan Weige daran, dass der designierte CDU-Bürgermeisterkandidat, der Erste Beigeordnete Sebastian Arlt, auch Erster Betriebsleiter des ISM ist. Ohne Arlt namentlich zu nennen, heißt es in der FDP-Stellungnahme: „Vielleicht sollte auch der verantwortliche Erste Beigeordnete jetzt mal seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, bevor ihm noch mehr zugemutet werden könnte.“

Blockade durch Rödinghausen

Weiter erneuern die Liberalen ihren Verdacht, dass es die Herrichtung von Gut Rödinghausen war, die andere Projekt blockiert habe: „Wenn man der Betriebsleitung des ISM so zuhört, dann fällt eines auf: Beim Umbau und der Sanierung von Gut Rödinghausen wurden feste Fertigstellungstermine genannt. Diese wurden zwar einige Male nicht eingehalten, aber immerhin. Beim Anbau am Hönne-Gymnasium geht das nicht. Hier spielt die Betriebsleitung die ,Glaskugel-Karte’. Oder liegt der wahre Grund für die Ohnmacht des ISM vielleicht sogar darin, DASS Gut Rödinghausen alle anderen Projekte blockiert?

Zu ISM: „Fähigkeiten längst überreizt“

Zu Ulrike Schriever heißt es in der Stellungnahme wörtlich: „Wenn die Verantwortlichen beim Immobilienservice nicht in der Lage sind, mehr als ein Projekt zu betreuen, dann muss über den Sinn des ISM und über die Führungskraft und die Ideenvielfalt der Verantwortlichen befunden werden. Es wäre vielleicht auch mal eine Überlegung wert, wenn die Betriebsleitung selbst einräumen würde, dass ihren Fähigkeiten längst überreizt sind und Konsequenzen zieht.

Jetzt Sondersitzung

Wie berichtet, hatte Schriever im Betriebsausschuss am Mittwochabend einen Zeitplan vorgelegt, zu dem ihr Politiker aus CDU und FDP erklärten, dass dieser auf Kante genäht und somit „völlig unrealistisch“ sei. Statt die von Schriever vorgeschlagene Variante beim künftigen Vorgehen abzusegnen, die eine Fertigstellung im Sommer 2021 vorsieht, beschlossen die Ausschussmitglieder eine alsbald einzuberufene Sondersitzung zum Hönne-Gymnasium. Bis dahin, so hatte Schriever erklärt, wolle sie die Einwände der Politiker „überdenken“. Sie könne sich aber kaum vorstellen, dass dies wesentlich andere Erkenntnisse erbringen werde. Wo es Verzögerungen gebe, kämen sie aufgrund einer „personellen Notlage“ im Immobilienservice zustande.

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