Termin am Landgericht

Hohe Umsatzausfälle: Ankari-Chef hofft auf Schadensersatz

Mark Rennebaum, Chef des Fitnessstudios Ankari, in den neuen Räumen an der Windthorststraße. Hier hat das Studio sein zweites Zuhause auf Zeit gefunden, nachdem Orkan "Friederike" den Stammsitz in Lendringsen zerstört hatte. Im nächsten Frühsommer soll der Umzug in den Neubau folgen. 

Mark Rennebaum, Chef des Fitnessstudios Ankari, in den neuen Räumen an der Windthorststraße. Hier hat das Studio sein zweites Zuhause auf Zeit gefunden, nachdem Orkan "Friederike" den Stammsitz in Lendringsen zerstört hatte. Im nächsten Frühsommer soll der Umzug in den Neubau folgen. 

Foto: Corinna Schutzeichel / WP

Menden.  Nach „Friederike“: Mark Rennebaum ist mit „Ankari“ nun zur Windthorststraße gezogen. Er klagt gegen seinen einstigen Vermieter.

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Als am 18. Januar des vergangenen Jahres Orkantief „Friederike“ über Menden hinwegrauschte, ahnte Mark Rennebaum noch nicht, wie nachhaltig der schwere Sturm sein Leben verändern würde. Nun ist der Unternehmer zum zweiten Mal mit seinem Fitnessstudio Ankari umgezogen, ein weiterer Umzug soll folgen. In wenigen Tagen beschäftigt sich das Landgericht Arnsberg mit den finanziellen Folgen, die Friederike für Mark Rennebaum hatte. Es geht um Schadensersatz.

Nach Monaten keinen Baufortschritt

„Friederike“ riss an jenem Januartag das Dach des Fitnessstudios an der Lendringser Hauptstraße (über Rewe) ab. Das Orkantief zerstörte nicht nur Mark Rennebaums Sportstudio Ankari, sondern fegte damit gleichzeitig auch die Grundlage seiner Selbstständigkeit hinweg. Der damalige Eigentümer des Gebäudes habe ihm zugesagt, die Räume so schnell wie möglich wiederherstellen zu lassen, erinnert sich Mark Rennebaum. Das Verhältnis sei gut gewesen, kühlte sich aber merklich ab, als Rennebaum auch nach Monaten noch keinen Baufortschritt zu erkennen vermochte.

„Der hat auf Zeit gespielt“, sagt der Fitnessstudio-Inhaber enttäuscht. Auch mehr als ein Jahr nach „Friederike“ sei das Obergeschoss nicht in Stand gesetzt worden. „Ich war im Sommer noch mal in den Räumen“, blickt Mark Rennebaum zurück. „Da sah es aus, als wenn eine Bombe eingeschlagen wäre. Alles war entkernt, aber nichts wieder aufgebaut. Nur das Dach war instand gesetzt worden – wohl um die Gebäudesubstanz zu schützen.“

Mit seinem einstigen Vermieter, der das Gebäude zwischenzeitlich verkauft habe, trifft sich Mark Rennebaum in diesem Monat vor Gericht, erzählt er. Es gehe um Ertragsausfälle. Sein Umsatzverlust belaufe sich auf einen „sechsstelligen Betrag“, sagt Mark Rennebaum. „Ich möchte Schadensersatz.“

Nachdem die Räume an der Lendringser Hauptstraße nicht mehr nutzbar waren, zog Mark Rennebaum mit seinem Studio zunächst zur Carl-Schmöle-Straße. Nun ist er vor wenigen Wochen zur Windthorststraße in die Räume der ehemaligen Videothek umgezogen. Er hofft, spätestens im nächsten Frühsommer wieder nach Lendringsen zurückziehen zu können. Dann soll ein Neubau am Eilinger Kamp in der Nähe des Freizeitzentrums Biebertal fertiggestellt sein.

Viele Verträge liegen auf Eis

Zwar haben ihm viele Stammkunden die Treue gehalten, berichtet Mark Rennebaum. Aber etliche haben auch ihre Verträge auf Eis gelegt, „bis wir wieder richtig starten können“. Zudem sei der Reha-Bereich komplett weggebrochen, weil die entsprechenden Übungsräume fehlen. Auch den Personalstamm habe er „komplett zurückfahren“ müssen.

Das neue Fitnessstudio soll circa 1.000 Quadratmeter groß sein, berichtet Mark Rennebaum. Dann will er auch wieder den Reha-Sport anbieten, auch eine Sauna sowie Sportkurse soll es geben. Wann genau die Eröffnung sein wird, vermag Mark Rennebaum derzeit noch nicht zu sagen: „Wenn der Hallenkorpus steht und wir mit dem Innenausbau beginnen, dann legen wir den genauen Umzugstermin fest.“

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