Stadt sagt: Absicht

In Menden-Hüingsen: Scheinbar zu kurze Parkflächen

Scheinbar zu kurz fallen die Parkstreifen auf dem Hüingser Ring aus. Doch die Stadt hält mit Bürgernähe dagegen: Es soll so viel Parkraum wie möglich geschaffen werden.

Scheinbar zu kurz fallen die Parkstreifen auf dem Hüingser Ring aus. Doch die Stadt hält mit Bürgernähe dagegen: Es soll so viel Parkraum wie möglich geschaffen werden.

Foto: Joshua Kipper

Hüingsen.  Scheinbar zu kurz sind die Parkstreifen auf dem Hüingser Ring. Die Stadt hält dagegen: Es soll so viel Parkraum wie möglich geschaffen werden.

Es wirkt wie ein Schildbürgerstreich der Stadt Menden, und die Hüingser amüsieren sich bereits drüber: Auf dem Hüingser Ring sind mehrere Park-Markierungen vorgezeichnet, die für zwei längere Pkw deutlich zu kurz sind, für einen einzelnen Wagen aber viel zu lang. Einige Anlieger machten sich schon einen Scherz daraus und probierten es mit einem Passat und einem Golf aus. Das Resultat: Der Passat steht etwa eineinhalb Meter über.

Stadt: Kein Lapsus

Die WP hakte bei Verkehrsplaner Andreas Nolte im Rathaus nach. Der erklärt den scheinbaren Lapsus so: „Wir haben versucht, den Wunsch der Anlieger nach möglichst viel Parkraum zu berücksichtigen. Zum einen natürlich, weil die Leute ihre Autos abstellen wollen, aber auch, weil abgestellte Autos am Straßenrand tempomindernd wirken.“

Dabei mussten die Planer allerdings auch darauf achten, dass ihre Park-Markierungen einem möglichen Lkw-Verkehr das Passieren nicht unmöglich machen. Und so sei es schließlich auch zu Flächen gekommen, in denen zwar zwei Kleinwagen stehen könnten, nicht aber zwei längere Autos. Nolte: „Wir hätten es anderenfalls nach dem 08/15-Prinzip machen müssen und immer nur einen Stellplatz einzeichnen können.“ So aber könnten mehr Pkw Platz finden, sofern es sich nicht um lange Kombis handele.

Knöllchen-Gefahr?

Und was passiert, wenn tatsächlich so geparkt wird, wie es die Anlieger testweise taten? Sind dann nicht sogar Knöllcghen fällig? Dazu sagte Nolte, der auch für das Ordnungsamt tätig ist: „Unsere Kontrollkräfte entscheiden über Verwarnungen immer von Fall zu Fall, und das heißt hier: Wenn die Autos, die über den Linien stehen, dadurch niemanden behindern, muss das auch nicht geahndet werden.“

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