Syrisches Restaurant

Ismail Hussein eröffnet einen syrischen Imbiss in Menden

Ismail Hussein freut sich auf die Eröffnung seines Restaurants. Der syrische Imbiss soll ausschließlich einheimische Spezialitäten anbieten.

Ismail Hussein freut sich auf die Eröffnung seines Restaurants. Der syrische Imbiss soll ausschließlich einheimische Spezialitäten anbieten.

Foto: Sophie Beckmann / WP

Menden.  „Damaskus“ soll das Restaurant heißen – es ist die Heimatstadt des Inhabers Ismail Hussein. Sein syrischer Imbiss hat ein besonderes Merkmal.

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Kichererbsen, Oliven, Tomaten und Feigen – das sind nur einige der typisch syrischen Zutaten. Gerichte wie Kebab Dairi, Pita-Brot gefüllt mit besonders würzigem Fleisch, pizzaähnliche Fladenbrote oder Kibbeh, Knödel aus Bulgur mit Faschiertem und Zwiebel gehören zu den beliebten Gerichten. Und genau die können bald in Menden gekauft werden. Was aktuell noch einer ziemlichen Baustelle gleicht, soll in spätestens vier Wochen ein modernes, syrisches Restaurant namens „Damaskus“ sein. Doch Inhaber Ismail Hussein hofft, dass er schon eher eröffnen kann. Deshalb renoviert er seit Tagen fleißig. Hussein freut sich schon auf die Eröffnung.

Noch hängen blaue Baustellenplanen vor den Fenstern in der Hauptstraße. Drinnen sieht es allerdings schon anders aus. Hussein und seine Verwandten reparieren die Wandleuchten und bringen die Speisekarte an, die Küche und Tresen sind fast einsatzbereit und drei typisch arabische Töpfe auf dem Herd verleihen dem ganzen das gewisse etwas.

Erst 2017 hatte das erste syrische Restaurant „Aleppo“ in Menden eröffnet. Allerdings konnte sich das Geschäft nicht lange halten, ein Jahr später musste es bereits wieder schließen.

Das wird angeboten

Die Gerichte prangen auf einer großen Speisekarte an der Wand. Das Angebot ist breitgefächert und bezieht sich ausschließlich auf syrische und arabische Spezialitäten. „Ich denke, dass Falafel und Hummus am besten bei den Mendenern ankommen werden“, sagt Hussein. Sein eigener Favorit ist Shawarma – das wird selbstverständlich auch angeboten. Die Spezialität ähnelt einem Wrap oder Lahmacun. Allerdings wird die syrische Version meist mit Lammfleisch zubereitet und anders gewürzt. Anschließend rollt Hussein alles in ein hauchdünnes arabisches Fladenbrot ein.

Die Gerichte zeichnen sich vor allem durch die Einflüsse aus dem ehemals herrschenden Osmanischen Reich aus. Dazu gehört die türkische, kurdische und armenische Kultur, aber auch die Küche der Levante an der Küste des Mittelmeers, die eine kulturelle und religiöse Vielfalt bietet. Die Levante-Küche fällt insbesondere durch eine aromatische und leichte Art des Kochens auf. Häufig werden die Gerichte mit viel Gemüse und wenig Fleisch zubereitet. Dazu nutzen die Menschen viele aromatische Gewürze und Hülsenfrüchte.

Hussein ist gelernter Koch

Ismail Hussein kommt aus Damaskus, die Hauptstadt Syriens – daher auch der Name des Restaurants. Seit vier Jahren lebt er mit seiner Familie in Menden. Er ist gelernter Koch. Erste Erfahrungen als Chef eines Restaurants habe er schon sammeln können. Nun aber will er sein eigener Chef werden. Die Öffnungszeiten seines Imbisses hat er schon festgelegt. „Wahrscheinlich werden wir sieben Tage die Woche von 8 Uhr morgens bis 23 Uhr abends geöffnet haben“, sagt er.

Bei den Reparaturen und Renovierungsarbeiten erhält er tatkräftige Unterstützung von Freunden und Familie. Alle packen mit an, damit es schnellstmöglich losgehen kann. „Wir freuen uns auf die Mendener und hoffen, dass es ihnen genau so gut schmecken wird wie uns“, fügt Hussein Ismail noch schmunzelnd hinzu.

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