Mendener Museum

Jetzt schlägt ein zweites Herz in den Mendener Museen

Packt voll mit an: Rabea Badeda ist die rechte Hand von Museumsleiterin Jutta Törnig-Struck. Sie wird zukünftig museumspädagogische Programme für Menden entwickeln.

Foto: Fenja Langbein

Packt voll mit an: Rabea Badeda ist die rechte Hand von Museumsleiterin Jutta Törnig-Struck. Sie wird zukünftig museumspädagogische Programme für Menden entwickeln. Foto: Fenja Langbein

Menden.   Rabea Badeda freut sich sehr auf die Aufgabe im Gut Rödinghausen. Die 31-Jährige hat sich auf Menschen mit Demenz spezialisiert.

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Die 31-jährige Rabea Badeda ist seit ein paar Monaten die neue Kraft im Mendener Museum und seit dieser Woche auch stellvertretende Leiterin. Sie will vor allem für Menschen mit Demenz und Kinder museumspädagogische Programm entwickeln. Ihr Vater kennt sich in Menden aus.

Rabea Badeda – das hört sich an wie ein Künstlername: „Ja, das höre ich öfter. Ich wurde auch schon einmal gefragt, ob das ein portugiesischer Name ist“, sagt sie. Und ob ihre Eltern sich absichtlich diese wohlklingende Namens-Kombination ausgewählt haben? „Nein, das ist reiner Zufall. Ich habe bei der Hochzeit den Nachnamen meines Mannes angenommen“, lautet die einfache Erklärung.

Historischer Joker

Ebenfalls Zufall ist ihre Verbindung zu Menden. Sie ist in Niedersachsen aufgewachsen, hat in Franken studiert (Geschichte und Germanistik) und ihr Volontariat am Freilichtmuseum in Hagen absolviert. Aber: „Mein Papa hat als Kind in Neuenrade gewohnt und ist in Menden aufs Walram gegangen.“ Der Kreis schließt sich als Rabea Badeda sich in Menden bewirbt. Die Stelle hat einen besonderen Reiz: „Dabei helfen zu dürfen, ein Museum mit aufzubauen, ist natürlich eine ganz besondere Gelegenheit“, sagt sie. Sie hat viel vor mit Gut Rödinghausen. So soll dort eine museumspädagogische Werkstatt entstehen.

Die Museumspädagogik ist ohnehin ihr Steckenpferd: „Ich habe mich auf Menschen mit Demenz spezialisiert“, klärt sie auf. Wie passend war es doch vor ein paar Tagen, als durch reinen Zufall beim Gedächtnistraining im Vincenz-Seniorenheim auffiel, dass das Gebäude in diesem Jahr 300 Jahre alt wird. Rabea Badeda konnte als Museums-Joker aus dem Ärmel gezogen werden und bereitete für die Bewohner des Heimes einen kleinen Vortrag vor.

Persönlich interessiert sie sich sehr für Otto von Bismarck, der im 19. Jahrhundert die Politik in den deutschen Landen aufwirbelte: „Er war faszinierend: Ein Machtmensch und gleichzeitig sehr diplomatisch. Schon in der Schule habe ich eine Arbeit über ihn geschrieben.“ Ihr Faible für Geschichte bestimmt seitdem ihr Leben.

Hellauf begeistert

Und sie bestimmt das Museums-Leben in Menden entscheidend mit. Museumsleiterin Jutta Törnig-Struck ist jedenfalls begeistert von der 31-Jährigen an ihrer Seite: „Sie ist eine geeignete Kraft und hat sich toll eingearbeitet. So eine intensive Museumspädagogik konnten wir uns bis jetzt nicht leisten“, warb sie vor ein paar Wochen im Kulturausschuss für ihre jetzige Stellvertreterin.

Biref im Büro

Nach dem Gespräch mit der WP wartete in ihrem Büro ein Brief auf Rabea Badeda: Die 31-jährige ist seit dem 1. Dezember zur stellvertretenden Museumsleiterin bestellt worden.

Die kulturgeschichtlichen Aspekte stehen im Fokus von Rabea Badeda. Bei Ausstellungen mit künstlerischen Inhalten ist vor allem Jutta Törnig-Struck gefragt.

Die Aufgaben eines Museum setzen sich aus fünf Aspekten zusammen: Ausstellen, Vermitteln, Sammeln, Bewahren und Forschen.

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